05 | Mai 2009 Artikel versenden Artikel drucken

Wie bewerbe ich mich auf eine Professur? (F&L 4/06, S. 223)

Mit der korrekten Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen für eine Universitätsprofessur sind vielfältige Fragen verbunden. Für alle Fächer geltende allgemeingültige Aussagen können nur schwer getroffen werden. Die Bewerbungsunterlagen müssen sich folglich vorrangig an den spezifischen Fachkulturen ausrichten. Unabhängig von den verschiedenen Fächerkulturen hat die Bewerberin oder der Bewerber das von der Berufungskommission geforderte Bewerbungsprofil zu erfassen. Hierzu ist ein genaues Studium des Ausschreibungstextes unerläßlich. In der Praxis ist festzustellen, daß nicht selten über 50 Prozent der eingegangenen Bewerbungen bereits im Vorfeld aussortiert werden, da sie mit dem geforderten wissenschaftlichen Profil nicht in Einklang zu bringen sind. Weiterhin sollten sich potentielle Bewerber nicht scheuen, im Dekanatssekretariat anzufragen, ob von der Fakultät beschlossene Richtlinien für Bewerbungen um Professuren existieren. Potentielle Bewerber müssen davon ausgehen, daß in den größeren Fächern die Berufungskommissionen häufig mit sogenannten Bewerbersynopsen, d.h. vergleichenden Zusammenstellungen relevanter Parameter der Bewerber, agieren. Hier sind prägnant zusammengestellte Bewerbungsunterlagen eindeutig im Vorteil. In den Anschreiben an den Kommissionsvorsitzenden sollten nicht nur die eigenen wissenschaftlichen Leistungen dargestellt, sondern auch deutlich werden, warum eine Bewerbung auf die ausgeschriebene Professur erfolgt. Es hat sich zwischenzeitlich eingebürgert, daß Bewerber nur fünf ausgewählte Originalarbeiten einreichen dürfen. Auch in diesem Zusammenhang ist eine Auseinandersetzung mit dem von der Fakultät gewünschten wissenschaftlichen Profil der Professur zwingend erforderlich. Hubert Detmer


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