05 | Mai 2009 Artikel versenden Artikel drucken

Wie gestalte ich meine Bewerbungsunterlagen? (F&L 4/07, S. 233)

Auch wenn jedes universitäre Fach spezifische Eigenarten und Usancen aufweist, lässt sich bezüglich der Gestaltung der Bewerbungsunterlagen ein Grundsatz aufstellen: Eine Bewerbung auf eine Professur wird positiv auffallen, wenn die Kandidatinnen und Kandidaten gut begründen, warum sie sich für diese bestimmte Stelle interessieren. Erwartet wird in aller Regel ein kompaktes, aber aussagekräftiges Anschreiben, in dem der Bezug zur Universität und zum Fachbereich hergestellt wird. Viele Berufungskommissionen arbeiten mit Synopsen, also mit anhand der Unterlagen zusammengestellten Bewerberspiegeln, in denen unterschiedliche Aspekte vergleichend aufgelistet sind. Von Vorteil sind daher von vornherein diejenigen Unterlagen, die so gestaltet sind, dass alle notwendigen Informationen schnell und korrekt erfasst werden können. Aber auch ein weiterer, nicht zu unterschätzender Punkt tritt hinzu: Der Berichterstatter, der den Bewerberspiegel zu erstellen hat, findet naturgemäß solche Bewerberinnen und Bewerber sympathisch, die ihm die Arbeit erleichtern. Hinsichtlich der Bewerbungsmappen sollte im Regelfall eine schlichte Klemmmappe gewählt werden, um eine problemlose Kopierbarkeit der Unterlagen zu gewährleisten. Ästhetisch durchaus gehaltvollere Formen, wie beispielsweise eine dreigeteilte Bewerbungsmappe sind zu vermeiden, denn diese quasi als „Tryptichon“ vorgenommene Gliederung ist zweifelsohne innovativ und ansprechend, schränkt aber die Vervielfältigungsmöglichkeit ein. Hinsichtlich der nach dem Anschreiben vorzunehmenden Gliederung gibt es keine Dogmen. Bei umfangreicheren Bewerbungsmappen sollte mit einer Gliederungsübersicht operiert werden. An vielen Fakultäten hat sich überdies durchgesetzt, Merkblätter für Bewerbungsunterlagen um Professuren als „Download“ zur Verfügung zu stellen. Dirk Böhmann


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