05 | Mai 2009 Artikel versenden Artikel drucken

Worauf ist bei einem Anschreiben in Bewerbungsunterlagen zu achten? (F&L 3/07, S. 169)

Bewerbungen auf eine Professur sehen in der Praxis sehr unterschiedlich aus. „Die einheitliche und allgemeingültige Form“ kann es aufgrund der Fächervielfalt nicht geben. Entscheidend ist ein gutes, aussagekräftiges und kompaktes Anschreiben. Hier sollte der direkte Bezug zum Fachbereich der künftigen Universität und zur ausgeschriebenen Stelle mit Quellenangabe hergestellt werden. Bereits bei der Anrede gibt es von der jeweiligen Fachkultur abhängige Unterschiede. In etwas „konservativeren“ Fächern (z.B. Medizin, Jura) sollte für den Rektor die respektvolle Bezeichnung „Magnifizenz“ und für den Dekan „Spectabilis“ der Anrede „sehr verehrte(r)/geehrte(r)“ vorangestellt werden. In den Ingenieur- oder Technikwissenschaften ist dies eher unüblich. Für darüber hinaus bestehende lokale Usancen kann nur empfohlen werden, beim Dekanatssekretariat des Fachbereiches nachzufragen. Teils existieren in meist größeren Fachbereichen der Hochschule auch Richtlinien für Bewerbungen auf Professuren. Das Anschreiben sollte kompakt (auf einer oder zwei Seiten) sein, da sich Details zum Werdegang und wissenschaftlichen Profil aus den beigefügten Bewerbungsunterlagen ergeben. Dazu sollte der Ausschreibungstext vorab genauestens ausgewertet werden. Das Anschreiben sollte dazu genutzt werden, die gesamten persönlichen Qualifikationen kurz darzustellen, wobei die Qualifikationserfordernisse der Stelle abgedeckt sein sollten. Letztlich sollte der Grund, warum man sich gerade auf diese Stelle bewirbt, nicht fehlen (z.B. neue Herausforderung, Fortentwicklung, Spezialisierung). Birgit Ufermann


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