05 | Mai 2009 Artikel versenden Artikel drucken

Wie gestalte ich Zielvereinbarungen? (F&L 8/06, S. 465)

Immer häufiger werden hauptsächlich im Rahmen von Berufungsverhandlungen Zielvereinbarungen abgeschlossen. Diese können sich auf die Entfristung der Stelle im Falle der Erstberufung auf Zeit, auf Ausstattungsmerkmale sowie auf die Gewährung von Leistungsbezügen im Rahmen der W-Besoldung beziehen. So ist es etwa denkbar, daß im Rahmen der Berufung eine Zielvereinbarung dahingehend abgeschlossen wird, daß der Berufene nach Ablauf von drei Jahren einen besonderen Leistungsbezug erhält, wenn er bestimmte Ziele erreicht hat. Häufig sind die Ziele quantifizierbar und beziehen sich auf die Höhe der eingeworbenen Drittmittel sowie auf die Anzahl von Publikationen und Dissertationsprojekten. Abgesehen davon sind jedoch auch spezifische Ziele denkbar, die auf die jeweilige Professur zugeschnitten sind. Hier ist etwa an die Organisation von Kolloquien, an den Aufbau von internationalen Kooperationen oder an die Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten zu denken. Bei alledem ist darauf zu achten, welche Konsequenz aus der Vereinbarung der Ziele folgt. So sollte im Hinblick auf Leistungsbezüge betreffende Zielvereinbarungen entweder vereinbart werden, daß bei Erreichung der Ziele ein zunächst befristet gewährter Leistungsbezug unbefristet weitergewährt wird, oder (zumindest), daß mit der Erreichung der Ziele (erstmals) ein Leistungsbezug gewährt wird. Zielvereinbarungen sind nach derzeitigen Erfahrungen sehr individuell und können von den Betroffenen unter Umständen maßgeblich mitgestaltet werden. Martin Hellfeier


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