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02 | Februar 2013 Artikel versenden Artikel drucken

Wirtschaft kritisiert Wissenschaft

Die Wirtschaft sieht das deutsche Hochschulsystem nicht hinreichend auf die Zeit nach dem derzeitigen Studierendenhoch vorbereitet. Das deutsche Bildungssystem sollte insgesamt durchlässiger gestaltet werden und mehr Angebote an der Schnittstelle zwischen beruflicher und akademischer Bildung schaffen. Noch immer würden zu wenige Nichtakademikerkinder zum Studienerfolg geführt, duale Studiengänge müssten weiter ausgebaut, die Hochschulen für Studierende ohne Abitur weiter geöffnet und das Weiterbildungsangebot verbessert werden. Das sind Ergebnisse des ersten Hochschulbildungsreports, den der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Unternehmensberatung McKinsey erarbeitet und vorgestellt haben. „Integrationshochschulen“ in Ballungsräumen und spezielle Angebote, um unterschiedliche Vorkenntnisse der Studienanfänger auszugleichen, sollen zu mehr Chancengleichheit für Kinder aus bildungsfernen Familien oder mit Migrationshintergrund führen. Als „größte Baustelle“ wird die Lehrerbildung an den Hochschulen identifiziert. Die typische Lehrkraft sei deutsch und weiblich. Die Universitäten müssten sich daher um mehr Männer und Migranten bemühen, heißt es in dem Hochschulreport.


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