Nachrichten
06 | Juni 2014 Artikel versenden Artikel drucken

Wieder längere Studienzeiten an Berliner Universitäten

Studenten an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin überziehen die Regelstudienzeit immer häufiger. Dies gilt vor allem für die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer. Das berichtet der Berliner Tagesspiegel. So seien im Jahr 2010 die Bachelorabsolventen an der FU Berlin im Schnitt noch in 6,8 Semestern zum Abschluss gekommen, im Jahr 2012 aber erst mit 7,3 Semestern. Im Mehrfach-Studium („Kombi-Bachelor“) habe das Studium 7,9 Semester gedauert. Im Master sei die durchschnittliche Studiendauer von 5,1 auf 5,5 Semester gestiegen. An der Humboldt-Universität zeigt sich ein ähnliches Bild: Seit dem Jahr 2010 kommen laut Zeitungsbericht etwa die Philosophen und Historiker der HU im Schnitt auf 8,1 bzw. 8,2 Semester im Bachelor. Nicht einmal jeder vierte Historiker bewältige das Studium in der Regelstudienzeit. Die ersten Bachelor-Kohorten, die zwischen 2007/8 und 2009/10 ihren Abschluss machten, waren demnach noch nach 6,9 (Philosophie) und 6,8 Semestern (Geschichte) fertig. Gestiegen, wenn auch nicht so stark, seien die Studienzeiten auch in den Sozialwissenschaften (7,8 Semester), der Erziehungswissenschaft (7,4 Semester), in Betriebswirtschaftslehre (7,3 Semester) oder in Deutscher Literatur (7 Semester). Im weiterführenden Master liege die Durchschnittsstudiendauer in den meisten Fächern bei rund fünfeinhalb Semestern, also gut eineinhalb Semester über der Regelstudienzeit. Bachelor- und Masterstudium würden so zusammen 13,9 Semester, also sieben Jahre betragen. Das sei etwas mehr, als ein Magister-Historiker Anfang der 2000er Jahre an der HU brauchte: nämlich 13,8 Semester.


Zurück | Artikel versenden Artikel versenden | Artikel drucken Artikel drucken