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01 | Januar 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Kempen protestiert gegen Gewalt an Hochschulen

Den Deutschen Hochschulverband (DHV) erfüllen aktuelle Medienberichte mit Sorge, nach denen Wissenschaftler an Universitäten auf Grund ihrer Person oder politischen Einstellung als unerwünscht erklärt oder sogar mit direkter Gewalt bedroht werden. Es häuften sich zudem Vorfälle, bei denen Universitätsveranstaltungen mit politisch unliebsamen Personen gesprengt wurden. Der DHV bezieht sich dabei auf Vorfälle an der Universität Bremen, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität zu Köln und der Fachhochschule in Frankfurt, an denen Veranstaltungen zum Teil massiv gestört wurden. „Die Universität ist ein Ort des freien und offenen Meinungsaustausches. Hier muss jedermann ohne Angst unabhängig von der Zugehörigkeit zu ­einer Religionsgemeinschaft, einer Partei, einem Verband oder Verein seine Forschungsergebnisse, Thesen, Argumente und Ansichten präsentieren und zur Debatte stellen können“, betonte DHV-Präsident, Professor Dr. Bernhard Kempen. Voraussetzung universitärer Wissenschaft sei es, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und zu respektieren. Vor Diffamierungen und der Androhung bzw. Ausübung von Gewalt dürften sich Universitäten nicht einschüchtern lassen. Sie müssten für Meinungsfreiheit eintreten und diese in ihren Räumen notfalls per Hausrecht durchsetzen, sagte Kempen.


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