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02 | Februar 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Richtigstellung

In der Ausgabe 1/2017 von F&L wurde fälschlicherweise angegeben, dass sich die Zahl der Tierversuche in der Grundlagenforschung verdoppelt habe. Richtig ist, dass es sich hierbei um „Versuchstiere“ und nicht um „Tierversuche“ handelt und die Zahl der verwendeten „Versuchstiere“ nur leicht zugenommen hat. 2015 waren es laut Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) 958.795 Versuchstiere, verglichen mit 870.358 Tieren in 2014.

Grund für die falsche Angabe war, dass auf der Website des BMEL (letzter Zugriff: 27.1.17) unter einer Tabelle mit der Überschrift „Tierversuche in der Grundlagenforschung“ für 2015 die Summe aus der Anzahl der „Versuchstiere“ und der Anzahl der Tiere angegeben war, die getötet wurden, um ihre Organe oder Gewebe zu wissenschaftlichen Zwecken zu verwenden. Die dazu getöteten Tiere gelten gemäß Artikel 3 Satz 2 der in Deutschland angewendeten EU-Richtlinie 2010/63/EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere jedoch nicht als Versuchstiere. „Versuchstiere“ sind laut EU-Richtlinie die einzelnen Tiere, die in einem Tierversuch lebend eingesetzt wurden. Ein Tierversuch entspricht dagegen einem „Projekt“, in dem „Versuchstiere“ verwendet werden. Neben der Grundlagenforschung wurden „Versuchstiere“ 2015 u.a. für folgende Zwecke eingesetzt: 628.941 für regulatorische Zwecke und Routineproduktion, 29.297 für die Erhaltung von Arten, und 49.389 für Ausbildungszwecke an Hochschulen und in Schulungen. In F&L waren nur genetisch veränderte Tiere berücksichtigt. Die Zahl der Versuchstiere addiert mit der Anzahl der Tiere, die getötet wurden, um ihre Organe oder Gewebe zu wissenschaftlichen Zwecken zu verwenden, ergibt 1.643.259 Tiere für 2015, und damit weniger als 2.112.189 in 2014.


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