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02 | Februar 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Zehn-Prozent-Marke nicht in Sicht

Deutschland verfehlt trotz steigender Ausgaben für Bildung und Wissenschaft weiterhin sein selbst gestecktes Ziel, die gesamtstaatlichen Aufwendungen für Bildung und Forschung auf zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu steigern. Das geht aus dem Bildungsfinanzbericht 2016 hervor, den das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat.

Bund, Länder und Gemeinden haben für das Jahr 2016 demnach Bildungsausgaben in Höhe von 129,2 Milliarden Euro veranschlagt. Das sind fünf Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Endgültige Angaben zu den öffentlichen Bildungsausgaben liegen derzeit bis zum Jahr 2013 vor. Die öffentlichen Bildungsausgaben beliefen sich demnach im Jahr 2013 auf 117 Milliarden Euro. Davon stellten der Bund 8,1 Milliarden Euro, die Länder 83,7 Milliarden Euro und die Gemeinden 25,1 Milliarden Euro bereit.

Im Jahr 2013 stieg das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft auf insgesamt 257,4 Milliarden Euro. In Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) entsprach dies einem Anteil von 9,1 Prozent. Nach vorläufigen Berechnungen erhöhten sich die Ausgaben im Jahr 2014 um weitere 8,2 Milliarden Euro auf 265,5 Milliarden Euro. Dies entsprach weiterhin 9,1 Prozent des BIP.

Von den Gesamtausgaben des Budgets für Bildung, Forschung und Wissenschaft ent­fielen im Jahr 2013 insgesamt 186,5 Milliarden Euro auf den Bildungsbereich, ein­schließlich der Ausgaben für Forschung und Entwicklung an Hochschulen in Höhe von 14,3 Milliarden Euro.


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