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02 | Februar 2017 Artikel versenden Artikel drucken

AfD-Veranstaltung an der ­Universität Magdeburg abgebrochen

Eine Veranstaltung der AfD-nahen studentischen Hochschulgruppe „Campus Alternative“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg musste am 12. Januar aufgrund lautstarker Proteste und Tätlichkeiten abgebrochen werden. Thema der Veranstaltung war „Geschlechterforschung“. Sprechen sollten der AfD-Landesvorsitzende André Poggenburg sowie der emeritierte Neurobiologe Professor Gerald Wolf. Mit Sprechchören und Trillerpfeifen verhinderten die rund 400 Studenten laut der Zeitung „Volksstimme“, dass die Veranstaltung beginnen konnte. Als Poggenburg mit seiner Rede beginnen wollte, entrissen ihm laut Bericht die Studenten sein Manuskript. AfD-Anhänger versuchten demnach, Poggenburg zu beschützen. Dabei sei es zu einer Prügelei gekommen. Nach dem Abbruch der Veranstaltung musste der AfD-Vorsitzende unter Polizeischutz den Hörsaal verlassen. Gegen die Störer wurden Strafanzeigen gestellt. Der Rektor der Universität Magdeburg, Professor Jens Strackeljan hält dieses Vorgehen von Studenten und linken Gruppen für inakzeptabel. „Eine Universität funktioniert nur, wenn sie die Freiheit des Wortes garantiert und auch umsetzt. Sie muss Ort für den wissenschaftlichen Diskurs sein. Eine Universität ist primär ein Ort des Lehrens, Lernens und Forschens. Wir müssen Raum für den politischen Meinungsbildungsprozess bieten“, sagte Strackeljan der Zeitung „Voksstimme“ aus Magdeburg. Dazu gehöre auch, andere Meinungen aushalten zu können. „Ganz sicher ist, dass Professor Wolf an der Uni einen Vortrag halten können muss“, betonte der Rektor.


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