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03 | März 2017 Artikel versenden Artikel drucken

HRK begrüßt Referentenentwurf zu Urheberrecht

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Bibliotheksverband (dbv) begrüßen „nachdrücklich“ den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz zur Reform des Urheberrechts. „Die darin vorgesehenen wissenschaftsfreundlichen Änderungen sind die richtige Antwort auf die zunehmende Digitalisierung von Forschung, Lehre und den Methoden des Lebenslangen Lernens und den sich daraus ergebenden innovativen Nutzungsmöglichkeiten und neuen technischen Bedingungen“, kommentierten HRK?und dbv in einer Stellungnahme. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler würden durch die Neuregelung deutlich entlastet. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass für Einrichtungen aus Wissenschaft, Forschung und Bildung separate Erlaubsnisregelungen für den Zugriff auf Publikationen gelten sollen. Autorinnen und Autoren sollen pauschal über die Verwertungsgemeinschaften vergütet werden. HRK und dbv sprechen sich darüber hinaus dafür aus, bereits erworbene Materialien analysieren zu können und Einzelverträge zwischen Verlagen und Autoren zu verbieten. Ein Scheitern der Reform aufgrund von Partikularinteressen hätte große Behinderungen und Einschränkungen für effiziente und innovative Lehre und Forschung zur Folge, betonten HRK und dbv.

Laut Mitteilung geben Bund, Länder und Kommunen in Deutschland derzeit mehr als eine Milliarde Euro dafür aus, urheberrechtlich geschützte Werke für die Wissenschaft zugänglich zu machen. 2,5 Prozent davon werden über die Verwertungsgemeinschaften.


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