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03 | März 2017 Artikel versenden Artikel drucken

EU-Förderung Horizon 2020: Bewilligungs­quote sinkt weiter

Der Anteil der bewilligten Anträge für eine Förderung unter Horizon 2020 ist von 2014 auf 2015 von 13,4 Prozent auf 10,7 Prozent gesunken. Die Erfolgsquote bei den Vorgängerprogrammen für eine EU-Förderung FP1 bis FP7 zwischen 1984 und 2013 lag bei 20 Prozent. Thomas Esterman von der Europäischen Universitätsvereinigung EUA kritisierte, dass die niedrige Quote in einem Missverhältnis zu dem Aufwand stehe, den Hochschulen mit der Antragstellung hätten. Forschungsideen würden verschwendet, die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Forschungsraums geschwächt. Das Interesse an EU-Förderprogrammen steigt trotz des geringen Erfolgs: Um 25 Prozent ist die Anzahl der eingegangenen Anträge von 2014 auf 2015 gestiegen. Gründe seien sowohl das zunehmende Interesse an länderübergreifenden Forschungskooperationen als auch die Kürzung von Fördergeldern in einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Das definierte Gesamtbudget von Horizon 2020 für die Programm-Laufzeit 2014-2020 beträgt 77 Milliarden Euro. Die EUA fordert eine Erhöhung der Fördersumme. In der zweiten Jahreshälfte 2017 will die EU-Kommission ihre Bilanz über Horizon 2020 veröffentlichen. Darin sollen auch Verbesserungsansätze für die restlichen dreieinhalb Jahre Laufzeit definiert werden.


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