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04 | April 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Italien: Keine kompletten Studiengänge in englischer Sprache

Das italienische Verfassungsgericht hat die zentrale Bedeutung der italienischen Sprache für Schulen und Universitäten hervorgehoben. Die italienische Sprache sei offizielles Organ und vorrangiger Träger von Kultur und Tradition der italienischen Gesellschaft. Das bedeute, dass Hochschullehrer nicht gezwungen werden können, komplette Studiengänge in englischer Sprache zu unterrichten. Die Internationalisierung und die Erosion der nationalen Grenzen durch die Globalisierung könnten laut Verfassungsgericht die Funktion der italienischen Sprache untergraben, aber die Phänomene sollten sie nicht in eine Randposition zwingen. „Im Gegenteil, das Primat der italienischen Sprache ist nicht nur konstitutionell unzerstörbar, sondern es wird noch wichtiger für die weitere Sicherung der historischen Identität“, heißt es in dem Urteil. Der legitime Zweck der Internationalisierung könne nicht darin bestehen, die italienische Sprache im Unterricht zu reduzieren und in eine marginale und untergeordnete Position zu bringen.


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