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04 | April 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Medizinstudium 2020: Vorerst keine Zustimmung für Masterplan

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat die Beratung und Beschlussfassung des Masterplans Medizinstudium 2020 von der Tagesordnung ihrer Sitzung am 16. März in Berlin abgesetzt. Mit der geplanten Reform des Medizinstudiums in Deutschland sollen unter anderem die Allgemeinmedizin und damit die Tätigkeit des Hausarztes gestärkt werden. Die Länderkonferenz lehnte eine Zustimmung zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber wegen der ungesicherten Finanzierung der Reform ab. Laut Mitteilung der KMK sollen die Gespräche mit der Gesundheitsseite mit dem Ziel einer baldigen Einigung zeitnah fortgesetzt werden.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dr. Susanne Eisenmann, erklärte: „Bei aller Übereinstimmung über die Inhalte der Reform des Medizinstudiums zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Gesundheitsministerien und Wissenschaftsministerien bleibt die Finanzierung wesentlicher Teile des Masterplans ungewiss. Wir haben als Kultusministerkonferenz frühzeitig auf die Belastungsgrenzen der Universitätsmedizin und der Wissenschaftsressorts hingewiesen und werden hierin von den Finanzministern aller Länder unterstützt. Die vollständige Umsetzung des Masterplans ist aus Sicht der Wissenschaftsministerien der Länder nur möglich, wenn hierfür zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden. Wir erwarten einen angemessenen Finanzierungsbeitrag des Bundes und der für die ärztliche Versorgung zuständigen Träger.“


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