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05 | Mai 2017 Artikel versenden Artikel drucken

KMK und HRK verabschieden neuen Qualifikationsrahmen

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat der Weiterentwicklung des erstmals 2005 veröffentlichten „Qualifikationsrahmens für deutsche Hochschulabschlüsse“ (HQR) zugestimmt, der zusammen mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) erarbeitet wurde. Der HQR ist integraler Bestandteil des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) und entspricht dessen Niveaustufen 6, 7 und 8. Die Weiterentwicklung war von der HRK initiiert und vorbereitet worden, weil sich nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Zuordnung von beruflichen Qualifikationen zum bereichsübergreifenden DQR gezeigt hat, dass der HQR von 2005 die Spezifika der Hochschulbildung nicht deutlich genug abbildete. Die Verabschiedung in der Kultusministerkonferenz erfolgte in Abstimmung mit dem BMBF und unter Einbindung der „Stakeholder“ des Bologna-Prozesses.

Der DQR diene nach Darstellung der HRK der besseren nationalen und internationalen Vergleichbarkeit der angebotenen Studien- und Ausbildungsgänge. Er sei ein „Transparenzinstrument“. Der HQR biete Informationen für Studieninteressierte und Arbeitgeber, unterstütze die Evaluation und Akkreditierung und erleichtere die Curriculumentwicklung. Er beschreibe in allgemeiner Form, was Absolventinnen und Absolventen auf der Ebene des Bachelors, des Masters oder der Promotion wissen, verstehen und können sollten. Qualifikationsrahmen sind lernergebnisorientiert und beschreiben die Kompetenzen, die mit einer Qualifikation auf einem bestimmten Niveau erworben wurden. Zentrale Kategorien sind dabei einerseits die Fähigkeit zu reflexivem und innovativem Handeln auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse, andererseits die Fähigkeit, wissenschaftliche Methoden anzuwenden und dadurch neues Wissen zu erzeugen. Aus der Zuordnung von Abschlüssen zu den Niveaustufen folgen laut HRK keine Berechtigungen. Diese folgten aus landes- und bundesrechtlichen Regelungen. Hilfreich für die Gestaltung von Studiengängen wäre die Formulierung von fachspezifischen „Übersetzungen“ des HQR in so genannte Fachqualifikationsrahmen. Die HRK will die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Hochschulen bzw. die Fakultäten- und Fachbereichstage bei dieser Arbeit unterstützen.


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