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06 | Juni 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Hochschulabschluss in Deutschland seltener als im EU-Schnitt

In Deutschland gibt es weniger Akademikerinnen und Akademiker als in den meisten anderen EU-Staaten. 33,2 Prozent der 30- bis 34-Jährigen hatten in der Bundesrepublik 2016 einen Hochschulabschluss. Im EU-Schnitt waren es 39,1 Prozent. Deutschland ist dabei das einzige Land in der EU, in dem Männer etwas häufiger als Frauen einen tertiären Bildungsabschluss haben (33,4 Prozent zu 33 Prozent). Das ergeben aktuelle Auswertungen des europäischen Statistikamts „Eurostat“. Litauen, Luxemburg, Zypern, Irland und Schweden haben demnach die höchsten Akademikerquoten. Mehr als jeder Zweite hat dort einen Hochschulabschluss. Rumänien und Italien sind Schlusslichter. Hier erreicht nur jeder Vierte einen Hochschulabschluss. Ziel der EU ist es, dass bis 2020 mindestens 40 Prozent der 30- bis 34-Jährigen in der EU einen Hochschulabschluss haben. Deutschland hat sich eine Zielmarke von 42 Prozent gesetzt.

Seit Beginn der Auswertung im Jahr 2002 ist der Anteil der Hochschulabsolventinnen und –absolventen in Deutschland um neun Prozent gestiegen. In der EU waren es im Schnitt 15,5 Prozent. Die Abbrecherquoten in Schule und Ausbildung sind in demselben Zeitraum in fast allen Ländern zurückgegangen. Deutschland liegt mit einer Abbruchsquote von 10,2 Prozent leicht unter dem EU-Schnitt von 10,7 Prozent. EU-weite Zielmarke bis 2020 sind 10 Prozent. Tendenziell brechen Männer ihr Studium in Deutschland häufiger ab als Frauen (10,9 Prozent zu 9,4 Prozent).


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