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07 | Juli 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Religiöse Vorfälle

Die Universität Hamburg reflektiert ihren Umgang mit Religion im Hochschulalltag. Dafür hat ihr Präsident Professor Dieter Lenzen eine Kommission aus Juristen, Philosophen und Religionswissenschaftlern zusammengesetzt, die einen „Code of Conduct“, einen Verhaltenskodex, erarbeiten soll. Dieser soll Hochschulmitarbeitern als Orientierung dienen, wie sie sich bei „religiösen Vorfällen“ verhalten sollten und bestenfalls vermeiden, dass es überhaupt zu Zwischenfällen kommt. Der Hintergrund ist laut eines Berichts im „Deutschlandfunk“, dass sich an der Universität Hamburg Vorfälle gehäuft hätten, in denen die Ausübung von religiösen Ritualen nicht mit dem bisherigen Hochschulalltag vereinbar gewesen sei. So hätten etwa Studierende im Lesesaal der Bibliothek und nicht im „Raum der Stille“ der Universität gebetet, was andere gestört habe. Auch habe es den Wunsch gegeben, den Stundenplan nach Gebeten auszurichten oder die Curricula anzupassen. Die Beispiele beziehen sich laut Angabe der Universität auf alle an der Hochschule vertretenen Religionen.


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