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08 | August 2017 Artikel versenden Artikel drucken

DIHK: Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt

Für Unternehmen in Deutschland wird es immer schwieriger, offene Ausbildungsplätze zu besetzen. In fast jedem dritten Betrieb (31 Prozent) bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt. Damit wird es für die Unternehmen eine immer größere Herausforderung, ihre Fachkräfte über die Ausbildung von eigenem Nachwuchs zu sichern. 15.500 Unternehmen erhielten gar keine Bewerbungen mehr. Das sind noch einmal rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt bekam damit jedes vierte Unternehmen mit unbesetzten Ausbildungsstellen überhaupt keine Bewerbung. Gut zwei Drittel der Betriebe, die Plätze nicht besetzen konnten (68 Prozent), erhielten keine geeigneten Bewerbungen. Das geht aus einer aktuellen Online-Unternehmensbefragung 2017 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor.

Laut Studie versuchten die Betriebe auf vielfältige Weise, die betriebliche Ausbildung für potenzielle Bewerber attraktiv zu gestalten und für sie zu werben. So erhielten leistungsstarke Jugendliche zusätzliche Angebote, beispielsweise Zusatzqualifikationen oder Auslandspraktika während der Ausbildung. Jeder zehnte Betrieb setze auf materielle oder finanzielle Anreize („Goodies“), um Auszubildende zu gewinnen. 55 Prozent der Betriebe förderten die Mobilität, weitere 40 Prozent zahlten eine übertarifliche Vergütung. 29 Prozent gewähren dem DIHK zufolge mehr als den gesetzlichen Urlaub. Darüber hinaus werden genannt: Bonuszahlungen bei guten Noten, Büchergeld, Klassenfahrten, Business-Outfits oder Mitgliedschaften im Fitnessstudio.

Auch um Studienabbrecher werben die Betriebe vermehrt. Demographie und der Trend zum Studium erschweren es den Unternehmen zunehmend, Auszubildende zu finden. Dies eröffnet neuen Bewerbergruppen zusätzliche Ausbildungschancen: 42 Prozent der Betriebe werben aktiv um Studienabbrecher und bieten ihnen damit Zukunftsperspektiven.


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