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08 | August 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Hochschulpakt II: 13 Milliarden Euro für zusätzliche Erstsemester

Mit Hilfe des Hochschulpakts konnten in den Jahren 2011 bis 2015 über 720.000 mehr Erstsemester ein Hochschulstudium aufnehmen, als dies ohne die Mittel des Bund-Länder-Programms möglich gewesen wäre. In dieser zweiten Programmphase haben Bund und Länder mehr als 13 Milliarden Euro für zusätzliche Studienanfängerinnen und -anfänger bereitgestellt, davon rund 3,3 Milliarden Euro allein 2015. Das geht aus einem Abschlussbericht hervor, den die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) vorgelegt hat.

Im Jahr 2015 begannen demnach – wie schon in den Vorjahren – knapp über eine halbe Million Studierende ein Studium an deutschen Hochschulen, das sind 40 Prozent mehr als 2005, dem Vergleichsjahr des Hochschulpakts. Seit 2011 nehmen deutlich mehr als die Hälfte eines Altersjahrgangs ein Hochschulstudium auf. Die größten Steigerungsraten sind in den Stadtstaaten zu verzeichnen (plus 53 Prozent), gefolgt von den westdeutschen Flächenländern (plus 44 Prozent). Besonders beliebt sind die Fachhochschulen, deren Erstsemesterzahl sich seit 2005 um fast 70 Prozent gesteigert hat. An den Universitäten beträgt der Zuwachs 25 Prozent.

Die Hochschulen haben dem GWK-Bericht zufolge mit den Mitteln des Hochschulpakts vor allem Personal eingestellt. In der zweiten Programmphase konnten sie die Zahl der Professuren um fast 5.000 (plus 12 Prozent) steigern, die des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals um über 13.000 (plus 11 Prozent) sowie die der Lehrbeauftragten um über 2.500 (plus 16 Prozent). Insgesamt sind 2015 im Vergleich zu 2005 als Ausgangsjahr des Hochschulpakts 22 Prozent mehr Professorinnen und Professoren, 23 Prozent mehr wissenschaftliche Beschäftigte und 72 Prozent mehr Lehrbeauftragte tätig.


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