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08 | August 2017 Artikel versenden Artikel drucken

MPG weist Vorwürfe der „Überfinanzierung“ zurück

Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), Professor Martin Stratmann, hat die Vorwürfe des Bundesrechnungshofes an einer „Überfinanzierung“ außeruniversitärer Forschungseinrichtungen im Berliner „Tagesspiegel“ zurückgewiesen. Die vom Bundesrechnungshof genannte Summe von einer Milliarde Euro ergebe sich nur, wenn zur Berechnung der Selbstbewirtschaftungsmittel der Kontostand einer Organisation zum Ende des Jahres herangezogen und nicht berücksichtigt werde, dass Rechnungen aus dem Vorjahr noch im Januar des Folgejahres wirksam würden. Dass der Hauhaltsausschuss auf Grund des Berichts des Bundesrechnungshofes mehr Transparenz bei der Verwendung der Selbstbewirtschaftungsmittel fordere, sei „legitim“, dürfe jedoch nicht am Ende in eine wissenschaftsinadäquate „Detailsteuerung“ führen.

Der Bundesrechnungshof hatte massive Kritik an einer „Überfinanzierung“ außeruniversitärer Forschungseinrichtungen geäußert, die im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation jährliche Haushaltserhöhungen von derzeit drei Prozent erhalten. Seinen Berechnungen zufolge horteten die Institute derzeit Fördermittel in Höhe von 1,04 Milliarden Euro, die sie in den vergangenen vier Jahren nicht ausgegeben hätten. Diese „Mittelansammlung“ lasse sich „nicht primär auf wissenschaftsspezifische Gründe“ zurückführen, heißt es in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages, über den der „Tagesspiegel“ berichtet hatte.


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