Nachrichten
08 | August 2017 Artikel versenden Artikel drucken

DFG setzt neue Akzente in der Frauenförderung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) will ihre Initiativen für die Gleichstellung von Männern und Frauen weiter vorantreiben. Denn die Anzahl von Professorinnen und Frauen in anderen wissenschaftlichen Führungspositionen bleibe in Deutschland noch immer „hinter ihren Möglichkeiten zurück“, wie die DFG in einer Mitteilung schrieb. Die Forschungseinrichtung will ihr kontinuierliches Monitoring zur Gleichstellung in der Wissenschaft fortführen, stärker auf eine gleichberechtigte Förderung innerhalb der DFG achten und ein qualitatives Gleichstellungskonzept erarbeiten, dass Gleichstellung und damit verbunden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern soll. Künftig müssen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Emmy Noether-Programms zum Beispiel keinen zwölfmonatigen Auslandsaufenthalt mehr vorweisen. Außerdem erhalten sie einen zweckgebundenen Familienzuschlag von bis zu 6 000 Euro pro Jahr für Kongress- und Forschungsreisen. Beides soll die Teilnahme für Frauen vereinfachen. In die Begutachtungsprozesse für das Emmy Noether- und andere Programme sollen Frauen stärker eingebunden werden. Derzeit liegt ihr Anteil bei höchstens 22 Prozent, je nach Fachbereich. Das gesamte Gleichstellungskonzept soll bis Ende 2018 verabschiedet werden. 2008 hatte die DFG bereits „Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards“ entwickelt, an denen sie anknüpfen will.


Zurück | Artikel versenden Artikel versenden | Artikel drucken Artikel drucken