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09 | September 2017 Artikel versenden Artikel drucken

US-amerikanische Hochschule entfernt Denkmäler

Die University of Texas hat vier Statuen, die an die Konföderiertenarmee erinnern, auf ihrem Campus entfernt. Ausgelöst hatte die Entscheidung der Tod einer jungen Frau während einer Kundgebung von Rechtsextremen in Charlottesville. Der Präsident der Universität, Greg Fenves, sprach von erschreckenden hassgetriebenen Taten in der vergangenen Zeit, die „mehr als je zuvor“ deutlich machten, „dass Denkmäler der Konföderierten zu Symbolen der modernen weißen Überlegenheit und des Neo-Nazismus geworden seien”. Abgebaut wurde unter anderem die Statue von General Robert E Lee. Er war im US-amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 militärischer Befehlshaber. Gegen den Abbau seiner Statue an einem anderen Ort hatten die Rechtsextremen demonstriert. Sein Denkmal wurde ebenso wie Bildnisse von General Albert Sidney Johnston und Postminister John H. Reagon in ein „centre for American history“ auf dem Campus verlegt. Die Statue des Gouverneurs James Stephan Hogg wird an einem anderen Ort wiederaufgebaut.

In den USA stehen hunderte von Denkmälern in Erinnerung an die Konföderierten Staaten von Amerika. Die meisten Historiker sehen in ihnen Symbole der Sklaverei und der Unterdrückung ethnischer Minderheiten. Deren Kritiker dagegen warnen vor dem Versuch, die US-amerikanische Geschichte und die Kultur der Südstaaten untergraben zu wollen. Natürlich habe seine Universität die Pflicht, Geschichte zu wahren und zu lehren, sagte Greg Fenves. Dennoch hätten Symbole von Ereignissen, die den zentralen Werten der Universität zuwiderlaufen, nichts im Herzen des Campus zu suchen.


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