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09 | September 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Hochschulbarometer: Schlechte Stimmung an privaten Hochschulen

Private Hochschulen schätzen ihre aktuelle und zukünftige Lage schlechter ein als in den Vorjahren. Das zeigt der Stifterverband-Index, der anhand von 17 Indikatoren Rahmenbedingungen, Wettbewerbsfähigkeit und Kooperationsbeziehungen der Hochschulen misst. Zwischen 2011 und 2016 ist er bei privaten Hochschulen von 47 auf 25 Punkte gefallen. Die Skala geht von minus 100 bis plus 100. Staatliche Hochschulen schätzen ihre Lage dagegen teilweise sogar besser ein. Auch fanden die Befragten, dass sie weniger Autonomie hätten. Rund 56 Prozent der Leiter an privaten Hochschulen gaben an, dass ihre Autonomie eher hoch ist. Vor fünf Jahren waren es noch 89 Prozent gewesen. Der Wert bei staatlichen Hochschulen blieb nahezu unverändert (51 verglichen zu 50 Prozent). Ein Grund sei laut dem Stifterverband der zunehmende Regulierungsdruck von staatlicher Seite sowie den Trägern der Hochschulen. Während die hohe Anzahl an Neugründungen privater Hochschulen den Wettbewerb zuletzt deutlich erhöht habe, sei die Möglichkeiten, staatliche Fördergelder einzuwerben, weiterhin begrenzt. Auch daher kritisierten 40 Prozent den Hochschulpakt, der seine Ziele nicht erfüllt habe. Gelder aus dem Pakt würden nur in wenigen Bundesländern an private Hochschulen weitergeleitet.


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