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09 | September 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Weniger Studienabbrüche durch „soziale Adaption“

Die „soziale Adaption“ an einer Hochschule kann den Studienabbruch verhindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Centrums für Hochschulforschung (CHE), die mittels psychometrischer Daten die Studienerfolgswahrscheinlichkeit einzelner Studierender untersucht hat.

Die soziale Adaption gilt demnach als hoch, wenn Studierende regelmäßig soziale Kontakte zu ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie zu Lehrenden haben, Hilfsangebote der Hochschule kennen und diese auch nutzen würden.

Anknüpfend an Ergebnisse einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) (Forschung & Lehre 7|17) haben die Autoren herausgefunden, dass Studierende, die vergleichsweise häufig ihr Studium abbrechen, eine geringere „soziale Adaption“ haben als andere Studierende. Dazu gehören Studierende ohne akademischen Bildungshintergrund der Eltern sowie solche mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem Migrationshintergrund. Auch hat sich gezeigt, dass sich diese Studierendengruppen tendenziell an Fachhochschulen besser einfänden als an Universitäten. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass die Zahl der Studienabbrecher nicht alleine über fachliche Hilfen gelingen könne. Notwendig seien weiterhin ein buntes Campusleben, Räume für studentische Arbeitsgruppen und niedrigschwellige Angebote für gemeinschaftliche Aktivitäten wie etwa projektorientiertes Arbeiten.


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