Nachrichten
09 | September 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Längere Bildungszeiten

Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren, die noch als ledige Kinder im elterlichen Haushalt leben, waren im Jahr 2016 häufiger im Bildungssystem als noch vor 20 Jahren. Nach Ergebnissen des Mikrozensus besuchten im vergangenen Jahr 84 Prozent der Jugendlichen eine Schule oder Hochschule, im Jahr 1996 waren es noch 10 Prozentpunkte weniger (74 Prozent). Der höhere Anteil ergibt sich laut Statistikern unter anderem durch verlängerte Bildungszeiten, etwa aufgrund gestiegener Studierendenzahlen. So zeigt sich im Vergleich der Altersjahrgänge, dass im Jahr 2016 von den 24-jährigen im Elternhaus lebenden Kindern etwas mehr als die Hälfte eine Schule oder Hochschule besuchten (52 Prozent, darunter 36 Prozent in Hochschulen), während dieser Anteil vor 20 Jahren noch bei etwas über einem Drittel lag (35 Prozent, darunter 28 Prozent in Hochschulen).

Mädchen beziehungsweise junge Frauen, die noch bei ihren Eltern lebten, besuchten dabei etwas häufiger eine Schule oder Hochschule als ihre männlichen Altersgenossen; dies gilt sowohl für das Jahr 2016 (87 Prozent zu 82 Prozent) als auch für das Jahr 1996 (79 Prozent zu 69 Prozent). In Städten ist der Schul- und Hochschulbesuch zudem etwas stärker ausgeprägt als in ländlichen Gebieten.


Zurück | Artikel versenden Artikel versenden | Artikel drucken Artikel drucken