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09 | September 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Lob für Deutsche Zentren für Gesundheitsforschung

Das Modell der Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung (DZG) ist gut geeignet, um die verschiedenen, für den Transfer von Forschungsergebnissen aus dem Labor in die medizinische Versorgung relevanten Akteure deutschlandweit institutionell zu vernetzen. Ob die Patienten von ihnen profitierten, lasse sich noch nicht abschätzen. Zu diesem Urteil gelangt der Wissenschaftsrat in seiner jüngst veröffentlichten Begutachtung dieses Fördermodells. Die sechs Zentren für Gesundheitsforschung wurden im Zeitraum von 2009 bis 2012 auf Initiative der Bundesregierung gegründet mit dem Ziel, den Translationsprozess zu verbessern und damit die Bekämpfung von Volkskrankheiten wie beispielsweise Diabetes, Demenz und Krebs voranzutreiben. Dafür bündeln die Zentren die in verschiedenen universitären wie außeruniversitären Einrichtungen vorhandene Forschungsexpertise zu den jeweiligen Volkskrankheiten über Institutionengrenzen hinweg. Ungeachtet der grundsätzlich positiven Bewertung sieht der Wissenschaftsrat Weiterentwicklungsbedarf bei den DZG. So empfiehlt er den Zuwendungsgebern in Bund und Ländern, von der bisherigen projektförmig befristeten Weiterleitung von Mitteln über einen zentralen Partner abzusehen und stattdessen künftige DZG als Vereine mit eigener Rechtspersönlichkeit direkt zu finanzieren. Weiterhin rät das Gremium, das erhebliche Vernetzungspotenzial der DZG weiter auszubauen, beispielsweise auch bei der Nutzung von Forschungsdaten. Infrastrukturen sollten die DZG einem möglichst großen Forscherkreis zur Verfügung stellen. Zudem sollten sie künftig attraktive Förderprogramme, Karrierewege und Zielpositionen für forschende Ärztinnen und Ärzte anbieten.


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