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09 | September 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Lehrbeauftragte an Musikhochschulen fordern bessere Absicherung

Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen hat die Parteien im Deutschen Bundestag aufgefordert, sich nachhaltig für eine sukzessive Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten einzusetzen. So müssten die Lehrauftragshonorare dynamisiert und an die vergleichbaren Bezüge Festangestellter angepasst werden. Derzeit erhielten Lehrbeauftragte lediglich 22 bis 44 Prozent dessen, was vergleichbare festangestellte Dozentinnen und Dozenten verdienten. Angesichts der geringen Vergütung sei keine adäquate soziale Absicherung möglich. Gerade denjenigen Lehrbeauftragten, die ihre Tätigkeit bereits über Jahrzehnte ausübten, drohe Altersarmut. Deshalb müssten bewährte Kräfte, die ihre Befähigung durch langjährige Lehrauftragstätigkeit bereits unter Beweis gestellt hätten, in feste Arbeitsverhältnisse übernommen werden. Zusätzliche Beitragszahlungen der Hochschulen zur Rentenversicherung oder zur betrieblichen Altersvorsorge seien ebenfalls notwendig, so die Bundeskonferenz. Sie wies darauf hin, dass der Lehrbetrieb an Musikhochschulen ohne Lehrbeauftragte kollabieren würde, weil dort 40 bis 60 Prozent des Unterrichts von ihnen bestritten werde.


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