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09 | September 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Weniger Gehalt für Absolventen nicht akkreditierter Studiengänge

Bachelor- oder Masterabsolventen, die ihren Abschluss an einem nicht akkreditierten Studiengang gemacht haben, müssen im öffentlichen Dienst mit Vergütungsnachteilen rechnen. Bei kommunalen Arbeitgebern werden solche Absolventinnen und Absolventen grundstäzlich in die nächst niedrigere Entgeltgruppe als ihnen zustehen würde, eingruppiert. Dies gilt bundesweit nach den Regelungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (Bereich der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (TVÖD-K), über die das Bayerische Wissenschaftsministerium alle Staatlichen und Nichtstaatlichen Hochschulen in Bayern informiert hat. Um eine dem Bachelor- oder Masterabschluss adäquate Eingruppierung zu erreichen, müssen laut Mitteilung die jeweiligen Studiengänge nach den Regelungen des Akkreditierungsrates akkreditiert worden sein.

Hintergrund der Regelung sei der „Wunsch der Arbeitgeber nach einem belastbaren Nachweis zur Qualität von Studiengängen angesichts eines sich immer weiter ausdifferenzierenden Studienangebotes“. Dieses sei von den Arbeitgebern immer schwieriger zu bewerten.

Für Absolventinnen und Absolventen bayerischer Hochschulen habe das Staatsministerium mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden beschlossen, diese Regelung für drei Jahre bis zum 31. Dezember 2019 nicht anzuwenden. Vor Ablauf der Frist soll eine erneute Überprüfung erfolgen. Ob bundesweit eine entsprechende Lösung gefunden werden könne, sei „derzeit offen“. Das Ministerium fordert die Hochschulen auf, bei allen noch nicht akkreditierten Bachelor- und Masterstudiengängen Bewerber sowie Studierende darauf hinzuweisen, dass das Absolvieren eines nichtakkreditierten Studienganges mit späteren Vergütungsnachteilen verbunden sein könne. Auch sei nicht auszuschließen, dass vergleichbare Bestimmungen Eingang in weitere Tarifverträge fänden. Deshalb sollen noch nicht akkreditierte Bachelor- und Masterstudiengänge „baldmöglich“ akkreditiert werden, um Nachteile für die Absolventen zu vermeiden.


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