Nachrichten
10 | Oktober 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Nur jeder zweite Deutsche vertraut der Wissenschaft

Zwölf Prozent der Deutschen haben kein Vertrauen in Wissenschaft und Forschung, jeder zweite bekundet grundsätzlich Vertrauen. Der Rest (37 Prozent) zeigt sich unentschieden.

Vor allem die Expertise der Forschenden wird als Grund für Vertrauen aufgeführt. Als häufigster Grund für Misstrauen wird die Abhängigkeit von Geldgebern genannt. Das geht aus dem Wissenschaftsbarometer 2017 hervor. Die bevölkerungsrepräsentative Umfrage betrachtet seit 2014 jährlich die Einstellungen der Öffentlichkeit gegenüber Wissenschaft und Forschung. Sie wird von Wissenschaft im Dialog (WiD) herausgegeben und von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Wie in den vergangenen Jahren hat das Wissenschaftsbarometer die Bürger auch zur Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft befragt. Knapp die Hälfte ist überzeugt, dass Wissenschaft und Forschung zum Wohl der Gesellschaft arbeiten, 16 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Immerhin 56 Prozent der Bürger möchten stärker in die Entwicklung von Forschungsfragen miteinbezogen werden. 41 Prozent der Befragten wünschen sich, aktiv an wissenschaftlichen Projekten mit zu forschen. Der Aussage, dass Wissenschaft mehr schadet als nützt, stimmen elf Prozent der Befragten zu, 64 Prozent widersprechen. Im Vorjahr waren es zehn beziehungsweise 70 Prozent.

Im Verhältnis von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sehen die Befragten ein Ungleichgewicht. 57 Prozent der Bürger schätzen den Einfluss von Politik auf die Wissenschaft als zu groß ein. Wissenschaft hat laut 45 Prozent der Befragten hingegen einen zu geringen Einfluss auf die Politik. 61 Prozent empfinden den Einfluss der Wirtschaft auf die Wissenschaft als zu groß.


Zurück | Artikel versenden Artikel versenden | Artikel drucken Artikel drucken