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11 | November 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Bundesverfassungsgericht verhandelt über NC

Das Bundesverfassungsgericht hat über die Zulassungsbedingungen für das Medizinstudium mit einer Konzentration auf die Abiturnote debattiert. Im Mittelpunkt der mündlichen Verhandlung stand die Frage, ob das derzeitige Verfahren mit dem Grundrecht auf freie Wahl des Berufs und des Ausbildungsplatzes sowie dem Gleichheitsgrundsatz vereinbar sei (Az. 1 BvL 3/14 und 4/14). Hintergrund des Normenkontrollverfahrens sind Klagen von zwei Bewerbern für das Studienfach Humanmedizin vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Die Richter dort halten Teile der Regelungen für verfassungswidrig, weil viele Bewerber von vornherein ausgeschlossen seien. Für die Vergabe von Studienplätzen mit Numerus clausus ist die in Dortmund ansässige Stiftung für Hochschulzulassung zuständig.

In der Verhandlung wurde von verschiedenen Seiten die Anregung vorgetragen, den Anteil spezifischer Tests auszuweiten, um die „menschlichen, empathischen und ärztlichen Fähigkeiten zu prüfen“, wie es der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, formulierte. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte vom Bund bessere Chancen für alle Bewerbende bei der Zulassung zu einem Studium, um seiner Verantwortung für die Gewährleistung des Grundrechts auf freie Hochschulzulassung gerecht zu werden. Neben einem fairen Zulassungsverfahren sei ein bedarfsgerechter Ausbau der Studienplätze nötig. (dpa/ kas)


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