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12 | Dezember 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Springer-Verlag beugt sich Chinas Zensur

Der deutsche Wissenschaftsverlag Springer Nature hat den Zugang zu mehreren Artikeln in China gesperrt. Wie der Herausgeber von Wissenschaftsmagazinen wie „Nature“ oder „Scientific American“ mitteilte, wurde ein Prozent der Beiträge geblockt, um Vorschriften der Volksrepublik zu entsprechen. Springer erklärte, man bedauere den Schritt. Dieser sei aber nötig gewesen, um eine Sperrung sämtlicher Verlagsangebote in China zu umgehen. Die geblockten Beiträge sollen laut „Financial Times“ vorwiegend politisch sensible Themen wie Tibet, Taiwan oder Tian’anmen behandeln. Dort hatte die chinesische Regierung 1989 einen Aufstand blutig niedergeschlagen. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“, die sich weltweit für Meinungs- und Pressefreiheit einsetzt, kritisierte laut „Tagesschau“ die Begründung des Springer-Verlages. „Wir rufen Springer Nature auf, diese Entscheidung zu überdenken und die Zusammenarbeit mit den chinesischen Zensoren sofort zu stoppen. 100 Prozent aller Inhalte müssen weltweit zugänglich sein.“


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