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12 | Dezember 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Neue Initiativen zur Förderung gefährdeter Wissenschaftler

Die „Akademie im Exil“ hat sechs Stipendienprogramme für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Türkei ausgeschrieben. Bewerben konnten sich Forschende aus den Hu­man-, Sozial- und Rechtswissenschaften sowie Ökonomie, die wegen ihrer akademischen Arbeit oder ihres zivilen Engagements in Gefahr oder im Exil sind. Die Stipendien sollen den Bewerbenden die Chance geben, ihre Forschung in Deutschland fortzuführen und in einem „multi-disziplinären Umfeld“ ein eigenes Forschungsvorhaben zu verfolgen. Die Stipendien laufen laut Ausschreibungstext zwei Jahre mit einer Förderung von monatlich 2.500 Euro plus 250 Euro Familienzulage. Die Stipendiaten sollen Unterstützung bei der Organisation von Visa, Versicherung und Unterkunft bekommen.

Die „Akademie im Exil“ ist eine Initiative des Instituts für Turkistik der Universität Duisburg-Essen (UDE), des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen (KWI) und dem Forum Transregionale Studien in Berlin. Die Initiative wird von der VolkswagenStiftung gefördert.

Noch nicht abschließend geklärt ist die Förderung des Landes Berlin. Auch dieses will gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen – mit einem Stipendium oder befristeten Professuren. Dabei spiele laut Bericht des „Tagesspiegels“ keine Rolle, aus welchem Land die Forschenden kommen. Das Entscheidungskriterium für eine Unterstützung sei, dass sie wegen der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in ihrer Heimat nicht mehr wissenschaftlich arbeiten könnten. Das Budget beträgt für 2018 und 2019 jeweils 1,5 Millionen Euro. Verteilt wird das Geld über die Einstein-Stiftung, mit der Berlin „exzellente Forschungsprojekte“ fördert.


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