Forschung & Lehre

Studentenwerk fordert BAföG-Reform

01 | Januar 2018

Das Deutsche Studentenwerk pocht auf eine Reform der Bildungsförderung. Zwar gebe es einen Rekord bei den Studentenzahlen, aber nur noch 18 Prozent würden durch BAföG gefördert, sagte der Präsident des Deutschen Studentenwerks, Dieter Timmermann, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dies sei „ein historischer Tiefstand“. Die jüngste BAföG-Erhöhung zum Wintersemester 2016/17 kritisierte Timmermann als unzureichend. Bedarfssätze und Elternfreibeträge seien zu niedrig. Mangels ausreichendem BAföG würden die Studierenden noch mehr jobben. Laut Statistischem Bundesamt ging die Zahl der BAföG-Empfänger im vergangenen Jahr weiter um 5,5 Prozent auf 823.000 zurück. Darunter waren 239.000 Schüler und 584.000 Studierende. Somit bezog nur gut ein Fünftel der fast 2,8 Millionen Studenten in Deutschland BAföG. 48 Prozent der BAföG-Empfänger erhielten 2016 eine Vollförderung, also den maximalen Förderbetrag von 735 Euro seit Herbst 2016. Die Zahl der Voll-Geförderten sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent, die Zahl der Teil-Geförderten um 8,9 Prozent. (dpa)

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