Professor Dr. Angelika Lohwasser
03 | März 2010 Artikel versenden Artikel drucken

Zu Ende gedacht: Professor Dr. Angelika Lohwasser

Professor Dr. Angelika Lohwasser

Professor Dr. Angelika Lohwasser


Ich beginne meinen Tag…
zu früh für mich.


Meine besten Einfälle habe ich…

irgendwann, unvermutet, nie geplant und keinesfalls unter Zeitdruck.

Wenn ich einen Rat brauche…
fachlich und menschlich, frage ich meinen Mann.

Am meisten ärgere ich mich…
über „Nicht-Zuständigkeit“ und Verantwortungslosigkeit.

Das nächste Buch, das ich lesen will…
entscheide ich spontan.

Wenn ich das Fernsehen anschalte…
dieses Gerät haben wir zum Glück vor 10 Jahren verschrottet.

Energie tanke ich…
bei Erfolgen.

Wenn ich mehr Zeit hätte…
wäre sie auch gut genutzt – mit Familie und Wissenschaft.

Mit einer unverhofften Million würde ich…
meine archäologische Forschung im Sudan weiter ausbauen. Viel zu oft wird vergessen, dass so genannte Randkulturen eine ganz zentrale Rolle spielen.

Ich frage mich manchmal…
ob wir nicht endlich von Antragspoesie, Evaluierungsrhetorik und Worthülsen wieder zur eigentlichen Forschung zurückkehren können.

Die Wahrheit zu finden…
wird einem ernstzunehmenden Wissenschaftler unmöglich sein.

Das Bewusstsein von der eigenen Vergänglichkeit…
hat eine Archäologin immer vor Augen.

Kreativität entsteht…
im Freiraum, nie unter Druck.

Freude an meinem Beruf…
habe ich tatsächlich immer (auch wenn man es mir nicht glaubt).

Die Zeit meines Studiums…
war wunderbar!

Wissenschaftler sind Menschen…
und keine Technokraten – was heute kaum bedacht wird.

Wenn ich Wissenschaftsminister wäre…
würde ich viele Regularien abschaffen und auch dem einzelnen Forscher mehr Autonomie übergeben.

Der Fortschritt von Wissenschaft und Technik…
beflügelt und beängstigt mich.


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