Wissenschaftsrat empfiehlt Forschungsprofessuren an Fachhochschulen
Der Wissenschaftsrat hat sich für die Förderung der Forschung an Fachhochschulen ausgesprochen und die Einrichtung von Forschungsprofessuren mit einer Lehrverpflichtung von neun Semesterwochenstunden empfohlen. Ausgewählte wissenschaftliche Mitarbeiter in der Promotionsphase sollten den Empfehlungen des Rates zufolge zudem eigene Lehrveranstaltungen für Bachelor-Studierende übernehmen können.
Die Wahl des Hochschultyps bei Studienbeginn dürfe die Möglichkeiten zu einer Promotion nicht behindern, heißt es in den Empfehlungen. Universitäten müssten qualifizierten Fachhochschulabsolventen deshalb verlässliche Perspektiven zur Aufnahme einer Promotion einräumen und die Fachhochschulen selbst angemessen an der Betreuung der Promovierenden beteiligen. „Mit dem exklusiven Promotionsrecht der Universitäten geht eine Kooperationspflicht einher“, sagte der Vorsitzende des Rates, Peter Strohschneider. Durch Kooperationsplattformen sollten Fachgebiete, die es nur an Fachhochschulen gibt, besser mit geeigneten universitären Bezugsfächern vernetzt werden. Kooperativ betreute Promotionen müssen sich stärker auch an den thematischen Bedürfnissen von Fachhochschulen orientieren können.
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