ZU ENDE GEDACHT » Professor Dr. Jürgen Fohrmann
12 | Dezember 2014 Artikel versenden Artikel drucken


Professor Dr. Jürgen Fohrmann

Professor Dr. Jürgen Fohrmann

Ich beginne meinen Tag …
mit Kaffee und, wenn möglich, mit einem kleinen Bewegungstraining, zur Abwendung von mens sana in corpore ‚sanatorio‘.

Meine besten Einfälle habe ich …
vor dem Aufstehen oder beim schnellen Gehen.

Wenn ich einen Rat brauche, …
frage ich meine Frau und weitere Eumeniden.

Am meisten ärgere ich mich …
über ideologisch motivierten Dogmatismus und – fast gleichbedeutend – über Täuschung.

Das nächste Buch, das ich lesen will, …
stammt von Thomas Pynchon.

Wenn ich das Fernsehen anschalte, …
dann in erster Linie für Nachrichtensendungen; oder ich bin müde, will mich entspannen, finde aber selten das passende Programm.

Energie tanke ich, …
wenn ich Sport treibe, wandere, in Haus und Garten wirke – und fast keine Menschen sehe.

Wenn ich mehr Zeit hätte, …
würde ich wieder eintauchen in unsere kulturellen Archive.

Mit einer unverhofften Million würde ich …
länger überlegen müssen, wem oder wofür damit Gutes getan werden könnte. Bedarfe sind überall.

Ich frage mich manchmal, …
wie Kulturkritik und Älterwerden zusammenhängen.

Die Wahrheit zu finden …
ist ebenso not- wie aufwendig, und manchmal endet es im Plural: bei Wahrheiten.

Das Bewusstsein von der eigenen Vergäng­lichkeit …
stimmt melancholisch, denn es konterkariert ja all‘ das, was wir täglich Bleibendes zu hinterlassen versuchen.

Kreativität entsteht …
nur dadurch, dass wir dem Zufälligen, Beiläufigen eine Chance einräumen. Bei Heinrich von Kleist heißt es sinngemäß einmal: ‚Er war so konzentriert, dass ihm nichts einfiel’.

Freude an meinem Beruf …
habe ich durchaus, auch wenn manche dies für unwahrscheinlich halten.

Die Zeit meines Studiums …
war lustvolles Aufnehmen von Wissen und Gedachtem und zugleich größte Unsicherheit in Bezug auf notwendige Entscheidungen.

Wissenschaftler sind Menschen …
mit einer nicht immer ganz einfachen Portion ‚Eigensinn‘.

Wenn ich Wissenschaftsminister ­wäre, …
hätte ich meine Vernunftfähigkeit noch einmal geschärft – und würde manche Dinge in diesem Land nicht getan haben.

Der Fortschritt von Wissenschaft und Technik …
verändert unser gesamtes Leben mit unsichtbarer Hand, und dies immer schneller. Wie man damit zurecht kommt, ist nicht generalisierbar.


Zurück | Artikel versenden Artikel versenden | Artikel drucken Artikel drucken