ZU ENDE GEDACHT » Professor Dr. Friedrich von Borries
05 | Mai 2015 Artikel versenden Artikel drucken


Professor Dr. Friedrich von Borries

Professor Dr. Friedrich von Borries

Ich beginne meinen Tag …
mit einer Tasse Tee.

Meine besten Einfälle habe ich, …
wenn ich sie nicht erwarte.

Wenn ich einen Rat brauche, …
rufe ich meine Schwester an.

Am meisten ärgere ich mich …
über mich selbst.

Das nächste Buch, das ich lesen will, …
versteckt sich in einem der Bücherstapel, die in meinem Arbeitszimmer und neben meinem Bett verteilt sind.

Wenn ich das Fernsehen anschalte, …
– ich habe keinen Fernseher.

Energie tanke ich …
Puh. Ja, manche haben einen Tiger im Tank, aber ich glaube, dass man Energie nicht „tanken“ kann, sondern dass sich die innere Flamme (um hier weiter in der fossilen Metapher zu bleiben) nicht durch externe Energiezufuhr, sondern aus innerem Antrieb, aus innerer Notwendigkeit am Leben erhält.

Wenn ich mehr Zeit hätte, …
würde ich weniger arbeiten.

Mit einer unverhofften Million würde ich …
ein lebenskünstlerisches Wohnprojekt initiieren, in dem neue Formen des sozialen Zusammenlebens jenseits herkömmlicher Eigentumsbegriffe erprobt werden.

Ich frage mich manchmal, …
nein, andauernd, wie ich die Ergebnisse meiner Arbeit politisch produktiv machen kann, was sowohl die persönliche als auch die gesellschaftliche Ebene betrifft.

Die Wahrheit zu finden …
ist eine Illusion. Die Vorstellung, dass es Wahrheit gäbe oder dass man sie finden könne, macht mir Angst. „Wahrheit“ hat etwas Totalitäres. Ich bin eher froh, wenn ich von dergleichen verschont werde.

Das Bewusstsein von der eigenen Vergäng­lichkeit …
ist eine unheimlich befreiende Angelegenheit.

Kreativität entsteht …
– der Mythos der Kreativität gleicht einer gesellschaftlichen Zwangsvorstellung, die dem Phantasma entspringt, man könnte durch numinose Kräfte die Produktivität weiter steigern. Zum Glück bleibt man von derartigen Erwartungshaltungen an der Kunsthochschule verschont.

Freude an meinem Beruf …
macht mir der Moment, wenn aus einer vagen Idee, deren Existenz man zwar ahnt, aber noch nicht zu fassen bekommt, ein präzise formuliertes Projekt entsteht.

Die Zeit meines Studiums …
habe ich in Karlsruhe, Brüssel und Berlin verbracht. In Karlsruhe waren die Studienbedingungen am besten, in Berlin gab es die meisten Anregungen und in Brüssel war das Essen hervorragend. Gelernt habe ich also überall etwas.

Wissenschaftler sind Menschen …
„.“ Da kann man direkt einen Punkt hinter machen. Was soll man da noch ergänzen?

Wenn ich Wissenschaftsminister ­wäre, …
ich bin froh, kein Politiker zu sein.

Der Fortschritt von Wissenschaft und Technik …
ist noch so eine Illusion, von der sich die Wissenschaft schon vor Langem verabschiedet hat.


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