ZU ENDE GEDACHT » Professor Dr. Roland Kaehlbrandt
09 | September 2017 Artikel versenden Artikel drucken


Professor Dr. Roland Kaehlbrandt; Foto: Jerome Gravenstein

Professor Dr. Roland Kaehlbrandt; Foto: Jerome Gravenstein

Ich beginne meinen Tag …
in Gesellschaft meiner lieben Frau. Ein heißer Kaffee mit aufgeschäumter Milch. Mit dem Blick auf hohe Buchen.

Meine besten Einfälle habe ich …
wenn ich es mit Ludwig Feuerbach halte: „Nicht allein, nur selbander kommt man zu den Begriffen.“

Wenn ich einen Rat brauche …
frage ich kluge junge und ältere Menschen in meinem Umfeld.

Am meisten ärgere ich mich …
lieber nicht.

Das nächste Buch, das ich lesen will …
ist „Talleyrand“, die Biographie aus der Feder von Johannes Wilms.

Wenn ich das Fernsehen anschalte…
schaue ich Youtube-Lehrfilme über Jazz-Standards.

Energie tanke ich …
in Gesprächen und Debatten mit anregenden Menschen.

Wenn ich mehr Zeit hätte…
würde ich mit meinem Sohn gen Osten bis nach Sibirien fahren, ähnlich wie ich es nach meiner Schulzeit mit einem alten VW Käfer nach Indien tat.

Mit einer unverhofften Million würde ich …
Unverhofft ist mir zu spekulativ.

Ich frage mich manchmal …
wessen es bedarf, damit die Kraft des Arguments eine Chance gegen Un­vernunft hat. Vielleicht ist es der ent­waffnende Witz.

Die Wahrheit zu finden …
kann nur, aber muss auch eine ständige Suchbewegung sein.

Das Bewusstsein von der eigenen Vergänglichkeit …
ist mir durch meine Vorfahren präsent.

Kreativität entsteht …
durch Fleiß, Energie und Leidenschaft – und auch dann ist sie eine Ausnahme.

Freude an meinem Beruf …
Aber ja! Hochschule und Stiftung: Theorie und Praxis – perfekt!

Die Zeit meines Studiums …
war ein Eintauchen in die Sprachwissenschaft. Die Doktorarbeit – das war Einsamkeit und Freiheit in Paris, angereichert durch Genüsse wie Pall Mall sans filtre und Orangina.

Wissenschaftler sind Menschen …
die fragen und weiterfragen; Professoren sind Menschen, die auch etwas zu verkünden haben (professio).

Wenn ich Wissenschaftsminister wäre …
stünde der Bildungsauftrag der Hochschulen an erster Stelle: Revitalisierung des umfassenden Bildungsbegriffs der Aufklärung.

Der Fortschritt von Wissenschaft und Technik …
„Technik ist konkretes Sein aus Ideen“: Das ist begeisternd. Aber mit den unzähligen Möglichkeiten müssen wir auch moralisch mitwachsen. Eine Bildungsaufgabe!


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