ZU ENDE GEDACHT » Professor Dr. J. Wolfgang Wägele
07 | Juli 2016 Artikel versenden Artikel drucken


Professor Dr. J. Wolfgang Wägele - Foto: Dr. Fabian Haas

Professor Dr. J. Wolfgang Wägele - Foto: Dr. Fabian Haas

Ich beginne meinen Tag …
mit einer erfrischenden Radfahrt am Uferweg des Rheins zwischen Drachenfels und Villa Hammerschmidt.

Meine besten Einfälle habe ich …
im Halbschlaf.

Wenn ich einen Rat brauche, …
rede ich mit meiner Gattin, die mit mir Lebensart und Beruf teilt.

Am meisten ärgere ich mich …
über den Verfall der Ethik in den Naturwissenschaften, der von der Jagd nach dem „impact factor“ angetrieben wird und zu Betrug und unsportlichen Wettbewerbstaktiken führt; Nachrichtenwirkung geht vor Wahrheitsfindung.

Das nächste Buch, das ich lesen will, …
liegt auf meinem Nachttisch: Im „Sommerregen der Liebe“ betrachtet Sigrid Damm die Beziehung zwischen Goethe und Frau von Stein [2015 erschienen].

Wenn ich das Fernsehen anschalte, …
schalte ich vergebens, da ich mich ein Leben lang geweigert habe, einen Fernseher zu besitzen.

Energie tanke ich …
beim Wandern in Südtirol oder beim Tauchen zwischen Korallen in Indonesien.

Wenn ich mehr Zeit hätte, …
würde ich die Artenvielfalt tropischer Riffe erforschen und unbekannte Arten entdecken und beschreiben.

Mit einer unverhofften Million würde ich …
das eben genannte Ziel finanzieren.

Ich frage mich manchmal, …
welche Forschung relevant ist, und welche Forschung von unseren Nachkommen nicht vermisst werden würde, wenn wir sie unterlassen.

Die Wahrheit zu finden …
sollte von jedem Wissenschaftler geschworen werden, ein Schwurbruch sollte die Beulenpest erzeugen.

Das Bewusstsein von der eigenen Vergäng­lichkeit …
ist zugleich die Erkenntnis, dass durch den Tod Raum und Ressourcen für die Evolution der folgenden Generationen verfügbar werden.

Kreativität entsteht …
durch ein weites Spektrum von Interessen und Wissen, interdisziplinären Austausch und Spieltrieb.

Freude an meinem Beruf …
beruht darauf, dass die Begeisterung für Natur der Jugendzeit in eine erfüllende Wissenschaft mündete.

Die Zeit meines Studiums …
war von Freiheiten geprägt, die heute die Bachelor- und Masterstudenten nicht mehr haben.

Wissenschaftler sind Menschen, …
die oft in Paralleluniversen leben.

Wenn ich Wissenschaftsminister ­wäre, …
würde ich für eine bessere Finanzierung der Hochschulen kämpfen.

Der Fortschritt von Wissenschaft und Technik …
muss im Blick behalten, dass natürliche Ressourcen begrenzt sind.


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