ZU ENDE GEDACHT » Professorin Dr. Sabine Doering-Manteuffel
08 | August 2016 Artikel versenden Artikel drucken


Professorin Dr. Sabine Doering-Manteuffel - Foto: Klaus Satzinger-Viel

Professorin Dr. Sabine Doering-Manteuffel
Foto: Klaus Satzinger-Viel

Ich beginne meinen Tag …
mit dem Lösen von einigen Rechen­aufgaben. Das richtet aus.

Meine besten Einfälle habe ich, …
wenn mehrere Personen in meiner Umgebung gleichzeitig reden. Niemand merkt, dass ich gerade dann gute Ideen entwickeln kann.

Wenn ich einen Rat brauche, …
frage ich ein schlaues Füchslein. Es steht auf meinem Schreibtisch.

Am meisten ärgere ich mich …
über Ignoranz. Dummheit ist auch nicht schön.

Das nächste Buch, das ich lesen will, …
ist „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (Marcel Proust). Es wird in diesem Buch behauptet, wir seien als moderne Gesellschaft ein Spielball von tausend Phantomen, deren Natur wir nicht kennen. Man kann sich fragen, ob das stimmt.

Wenn ich das Fernsehen anschalte, …
mache ich es gleich wieder aus. Genau genommen habe ich gar keines.

Energie tanke ich …
an Tankstellen.

Wenn ich mehr Zeit hätte, …
hätte ein Tag zwar auch nicht mehr als 24 Stunden, aber bevor es mir langweilig würde, würde ich Bühnenbilder malen.

Mit einer unverhofften Million würde ich …
zum größten Teil armen Kindern helfen. Das sind die Schwächsten in der Gesellschaft.

Ich frage mich manchmal, …
was passieren würde, wenn die Grenzen von Raum und Zeit aufgehoben würden. Das ist vielleicht die verrückteste Vorstellung von allen.

Die Wahrheit „da draußen“ zu finden…
ist unter anderem Sache der Astro­physik. Die Tiefen und Untiefen der Ozeane und die Weite der Wüsten kennen wir ja schon.

Das Bewusstsein von der eigenen Vergänglichkeit …
hatte ich bereits als Kind. Wenn ich allein über die Felder nach Hause ging, habe ich mich manchmal vor dem Weltgericht gefürchtet.

Kreativität entsteht …
durch Talent. Anders geht es nicht.

Freude an meinem Beruf …
habe ich vom ersten bis zum letzten Tag. Mich treibt ein starker gestaltender Grundimpuls.

Die Zeit meines Studiums …
habe ich mit Rechenaufgaben, Logikstudien und der Klassifikation fremder Kulturen verbracht. Und mit meinem bairischen Freund P., dem Weltreisenden, dem Orient und Okzident gleichermaßen Heimat waren.

Wissenschaftler sind Menschen, …
die sich auch für Sternschnuppen begeistern können.

Wenn ich Wissenschaftsministerin wäre, …
würde ich ohne großen Aufwand die Entwicklung des Wissenschaftssystems der vergangenen Jahre scharf analysieren und dann eine unkonventionelle Entscheidung treffen.

Der Fortschritt von Wissenschaft und Technik …
ist eine der größten Errungenschaften der Moderne. Man muss nur darauf achten, dass alles, was machbar ist, tatsächlich auch „Fortschritt“ bedeutet.


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