Fundsachen
02 | Februar 2015 Artikel versenden Artikel drucken

Dank

„Ich bin froh und glücklich, dass ich in einem Land aufwachse, wo wir die freie Wahl haben, freie Berufswahl, wo wir etwas studieren können, auch wenn unsere Eltern vielleicht nicht reich sind.“
Raumfahrer Alexander Gerst; zitiert nach Die Welt vom 14. Januar 2015

Kolonialisierung

„Es gibt die Gefahr einer digitalen Kolonialisierung. Wenn ich mich online zwischen Harvard und Hannover entscheiden muss, klingt Harvard verlockender.“
Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung; zitiert nach Süddeutsche Zeitung vom 12. Januar 2015

Anwesenheitspflicht I

„Der Verzicht auf Anwesenheitspflichten kann demgegenüber gerade einkommensschwachen Studierenden ein zielgerichtetes Studium und die Studienfinanzierung zugleich ermöglichen, ohne dass die Qualität des Studiums in irgendeiner Weise leiden würde. Der Verzicht auf Anwesenheitspflichten fördert also die Chancengleichheit in der Bildung.“
Zitiert nach Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen „Fragen und Antworten zum Verbot von Anwesenheitspflichten in Lehrveranstaltungen“ vom 2. Dezember 2014

Anwesenheitspflicht II

„Auch weiterhin kann die aktive Teilnahme an einer Lehrveranstaltung als Zulassungsvoraussetzung zur Teilnahme an einer Prüfung in der jeweiligen Prüfungsordnung geregelt werden. Regelmäßige Teilnahme und aktive Teilnahme sind indes zwei verschiedene Dinge. Die Studierenden können sich beispielsweise selbst dann aktiv an einer Lehrveranstaltung beteiligen, wenn sie nur unregelmäßig oder gar einmalig in den Lehrveranstaltungsstunden anwesend sind (…)“
Zitiert nach Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen „Fragen und Antworten zum Verbot von Anwesenheitspflichten in Lehrveranstaltungen“ vom 2. Dezember 2014

Verdacht

„Nein, davon halte ich überhaupt nichts. Dass prozentual weniger Frauen eingestellt werden liegt daran, dass sich schon signifikant weniger qualifizierte Frauen bewerben. Eine Frauenquote würde daher zwangsläufig zu einer Absenkung des Qualitätsniveaus führen und dazu, dass alle Wissenschaftlerinnen mit dem Verdacht belegt werden, nur als ,Quotenfrauen’ aufgenommen worden zu sein. Das Problem liegt in den Lebensumständen und Karrierestrukturen, und genau dort muss man auch ansetzen.“
Professor Christiane Wendehorst, Universität Wien; zitiert nach Neue Juristische Wochenschrift Heft 51/2014

Bildung

„Schule dient für mich dazu, umfassend zu bilden in einem humanistischen Sinn. Das kann man nur in Ruhe.“
Harald Schmidt, Kabarettist und Moderator; zitiert nach Bonner General-Anzeiger vom 22. Januar 2015

Losung

„Lange Zeit war ja die Losung: Mehr Computer für die Schule. Das hat überhaupt nichts gebracht. Umgekehrt wird vielleicht ein Schuh draus: Mehr Schule in den Computer. Die eigentlichen Interessen der Schüler und Studenten sind längst ausgewandert ins Internet.“
Professor Norbert Bolz; zitiert nach Wirtschafts­woche vom 24. Januar 2015

Grundübel

„Der Bologna-Prozess leidet nach wie vor an zwei Grundübeln: an der Hybris, Studieninhalte europaweit regeln zu wollen, und an einer Ideologie der „Employability“, der Beschäftigungsfähigkeit. Beide Übel werden durch eine schönfärbende Rhetorik verdeckt. Das dauert nun schon fünfzehn Jahre und schränkt Generationen von Studenten darin ein, sich ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend zu qualifizieren.“
Joachim Nettelbeck; ­zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. Dezember 2014

Vornamen

„Auf keinen Fall will ich die Titel abschaffen. Doch wir sollten uns mehr auf unsere Leistung konzentrieren und weniger darauf, welche Auszeichnungen wir wofür bekommen haben. Natürlich ist es für einen Doktoranden wichtig, offensiv mit seinem neuen Grad umzugehen und so zu dokumentieren: ,Ich habe etwas geleistet.‘ Ich persönlich empfinde es als gute akademische Gepflogenheit, Titel wegzulassen, wenn sie jeder hat. Und ich mag es, dass man sich bei internationalen Konferenzen im Englischen nur mit dem Vornamen anspricht.“
Professor Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft; zitiert nach Bild der Wissenschaft vom 13. Januar 2015

Internationalität

„Die Wissenschaft war im späten Mittelalter internationaler als heute.“
Professor Ute Frevert; zitiert nach Carta 2020: Das Bildungsmagazin des Stifter­verbandes


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