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04 | April 2015 Artikel versenden Artikel drucken

Wie verhalte ich mich im Gespräch mit der Berufungskommission?

Hubert Detmer

Während der Vortrag vor der Berufungskommission bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt und gut vorzubereiten ist, ist für viele Bewerber das Gespräch mit der Berufungskommission ein Buch mit sieben Siegeln. Es gibt keineswegs eine Garantie dafür, dass die Fragesteller immer wohlwollend sind. Von daher ist für den Bewerber von Bedeutung zu wissen, wer in welchem Kontext und mit welcher Perspektive die Frage stellt. Ein zentraler Berufungsbeauftragter, der die Perspektive der Hochschulleitung einnimmt, wird andere Fragen stellen als die potenziellen Kollegen. Gleiches gilt für die studentischen Vertreter in der Kommission. Idealtypisch ist eine gute Vorbereitung auf den Kontext, aber auch auf die Personen und Funktionen. Wichtig ist darüber hinaus, auch bei schwierigen Fragen freundlich, konstruktiv und zukunftsorientiert zu bleiben. Man sollte ferner davon ausgehen, dass jedes Mitglied der Berufungskommission „Wertschätzung“ erfahren möchte. Auch muss diese Wertschätzung gegenüber der Institution zum Ausdruck gebracht werden. Ein Beispiel: Man sollte erklären, weshalb gerade eine Professur an der Fakultät X wegen des dortigen Profils, der potenziellen Kooperationspartner und der Ziele der Fakultät/der Universität attraktiv ist. Motivation zeigen: Selbstredend freut man sich auf die Professur und wird sich mit Haut und Haaren auf sie einlassen (so sollten Fragen wie die nach einer potenziellen Wohnsitzeinnahme am Universitätsstandort ohne Zögern positiv beantwortet werden können). Last but not least: Vorbereitet sein auf Fragen nach den eigenen Defiziten. Wird man mit der Frage nach bisher fehlenden Drittmittelerfolgen konfrontiert, sollte man aufzeigen, welche Drittmittelpotenziale man für die zukünftige Tätigkeit als Professorin/Professor an der Universität X bereits identifiziert hat.


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