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10 | Oktober 2014 Artikel versenden Artikel drucken

Wie wirken sich Teilzeit und Beurlaubung auf das Ruhegehalt aus?

Martin Hellfeier

Beamte haben prinzipiell die Möglichkeit, Teilzeitbeschäftigungen auszuüben und/oder unter Wegfall der Dienstbezüge beurlaubt zu werden. Eine Teilzeitbeschäftigung bzw. Beurlaubung wird z.B. häufig zum Zwecke der Kindererziehung wahrgenommen. Eine Beurlaubung kommt in der Praxis aber auch oft in Betracht, wenn eine zeitlich begrenzte Tätigkeit außerhalb eines Beamtenverhältnisses wahrgenommen werden soll, z.B. eine Professur im Ausland oder eine Lehrstuhlvertretung. In den genannten Fällen stellt sich die Frage, ob sich die Tatbestände der Teilzeit und der Beurlaubung auf die Höhe des Ruhegehaltes auswirken. Prinzipiell gilt, dass Zeiten der Teilzeitbeschäftigung nur in dem Maße ruhegehaltfähig sind, das dem Verhältnis der ermäßigten zur regelmäßigen Arbeitszeit entspricht. Zeiten einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge sind grundsätzlich nicht ruhegehaltfähig. Eine Ausnahme liegt aber dann vor, wenn die Beurlaubung im dienstlichen oder öffentlichen Interesse erteilt wurde und während der Zeit der Beurlaubung ein so genannter Versorgungszuschlag gezahlt wird. Dieser ist recht hoch und beträgt ca. 30 Prozent der während der Beurlaubung ruhenden ruhegehaltfähigen Dienstbezüge als Beamter. Vor der Wahrnehmung einer Teilzeitbeschäftigung bzw. Beurlaubung sollten daher die Auswirkungen auch auf die Pension betrachtet werden. Idealiter sollte eine Information über die konkreten Konsequenzen bei der zuständigen Versorgungsbehörde eingeholt werden.


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