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04 | April 2014 Artikel versenden Artikel drucken

Wie überzeugen Wissenschaftler in der „Öffentlichkeit“?

Hubert Detmer

Auch für Wissenschaftler ist ein überzeugender Auftritt in der „Öffentlichkeit“ nicht schädlich. In der Regel freut sich die Fakultät und auch der Präsidentin oder der Rektor über einen gelungenen Auftritt in der „Öffentlichkeit“, die beileibe nicht immer eine mediale sein muss. Hochschullehrer als Berufung: Dies bedeutet auch die Konzeption einer mitreißenden Vorlesung. In den Medien sind die in Betracht zu ziehenden Formate selbstredend kürzer. Von daher empfiehlt es sich, am besten im privaten Umfeld (fachwissenschaftliche Laien) eine Talkshow-Übung durchzuführen. Man begeistere das Auditorium innerhalb von zwei Minuten für das aktuelle Forschungssujet und stelle nachvollziehbare Berührungspunkte zum Alltag, also zu dem, was die Menschen bewegt, her. Man scheue sich nicht vor einem simplifizierenden Story-telling (Beispiele bilden). Und nicht zu vergessen: Enthusiasmus steckt an. Zuhörer sollten von der eigenen Begeisterung für das Fach überzeugt werden. Nicht nur das „Was“ interessiert, sondern auch das „Warum“ und die Person, die dahinter steckt. Hervorragende Universitäten buhlen vermehrt um die besten Studierenden. Ist man ein begeisterter Anwalt seines Faches, wird es einem leichter als anderen gelingen, die besten Studierenden und den besten wissenschaftlichen Nachwuchs für das eigene Arbeitsgebiet zu erwärmen. Ist man darüber hinaus öffentlich sichtbar, wird die Universität in dubio nicht zuletzt hoch motiviert sein, bei Abwerbungsversuchen anderer Hochschulen ein attraktives Bleibeangebot zu machen.


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