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08 | August 2014 Artikel versenden Artikel drucken

Wie verfasse ich ein Forschungs- und Lehrkonzept?

Ulrike Preißler

Häufig wird schon im Rahmen der schriftlichen Bewerbung, spätestens aber beim Vorstellungsgespräch, zur Besetzung einer Professur nach einem Forschungs- und Lehrkonzept gefragt. Diese Konzepte sollten jeweils ca. drei Seiten ausmachen. Im Forschungskonzept müssen die aktuellen Forschungsschwerpunkte vom Bewerber mitsamt Forschungsoutput (laufende Drittmittel, gerade veröffentlichte oder demnächst einzureichende Publikationen, Kooperationen etc.) dargestellt werden. Auch sollte geschildert werden, wie die Forschungsschwerpunkte in den kommenden fünf Jahren – an der Hochschule, an der man sich bewirbt – weiter bearbeitet werden. Hier sollten Hinweise auf mögliche Kooperationen und Synergieeffekte an der Hochschule, an der man sich bewirbt und die den Ruf erteilen soll, herausgearbeitet werden. Es sollten neben der Drittmittelakquise (geplante und laufende) und der Sichtbarkeit durch Publikationen auch Aspekte wie die Internationalität und Interdisziplinarität der Forschungsschwerpunkte angesprochen werden.

Im Lehrkonzept sollte dargelegt werden, in welcher Breite die Themen auf der zu besetzenden Professur vom Bewerber in den Lehrveranstaltungen angeboten werden können. Es sollten Ausführungen dazu gemacht werden, wie die Lehrveranstaltungen didaktisch vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet werden (z.B. Hinterlegung des Lehrveranstaltungstextes im Netz etc.). Auch kann – wenn möglich – ein konkreter Ausblick gegeben werden, welche speziellen Veranstaltungen im Fachbereich bei der zu besetzenden Professur vom Bewerber bedient werden können. Schließlich können auch Ausführungen zur Prüfungserfahrung gemacht werden. Dem Lehrkonzept folgt in den Bewerbungsanlagen dann eine Liste der abgehaltenen Lehrveranstaltungen, ggf. sollten noch zwei aktuelle positive Lehrevaluationen beigefügt werden.


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