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08 | August 2015 Artikel versenden Artikel drucken

Was ist eine Habilitation?

Ulrike Preißler

Was ist eine Habilitation?
Eine Habilitation ist eine akademische Hochschulprüfung. Im Rahmen der Habilitationsprüfung wird festgestellt, ob der Habilitand das Fach in der wissenschaftlichen Breite in Forschung und Lehre vertreten kann. Nach erfolgreicher Habilitation erhält der Kandidat die Lehrbefähigung (facultas docendi). In einigen Ländern wird direkt beim Habilitationsverfahren neben der Lehrbefähigung auch die Lehrberechtigung (venia legendi) erteilt. In wenigen Ländern muss die Lehrberechtigung separat beantragt werden. Regelmäßig erhält der habilitierte Kandidat den akademischen Grad eines habilitierten Doktors (Dr. habil.). Die Verleihung der „venia“ berechtigt auch zum Führen der Bezeichnung Privatdozent (PD). Hiermit verbunden ist das Recht, aber auch die Pflicht, unentgeltlich Lehrveranstaltungen (sog. Titellehre) abzuhalten.

In vielen Fächern ist auch die kumulative Habilitation üblich. Hier schreibt der Habilitand nicht eine Monographie als schriftliche Habilitationsleistung, sondern legt eine bestimmte Anzahl an herausragenden Publikationen für die Habilitationsprüfung vor. Es ist jedem Habilitanden angeraten, vor Beginn einer Habilitation sich die Habilitationsordnung der jeweiligen Fakultät, an der habilitiert werden soll, anzuschauen, damit bei Ablegung der Habilitationsprüfung alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hochschulprüfung erfüllt sind. Nicht selten verlangen einige Habilitationsordnungen auch, dass neben der Abfassung einer Habilitationsschrift eine bestimmte Anzahl von Lehrveranstaltungen bereits vor Ablegen der Habilitationsprüfung abgehalten sein müssen. Auch legt die Habilitationsordnung fest, in welchem Umfang für die Führung des akademischen Titels „PD“ Lehre angeboten werden muss.


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