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News: Denkt die Person oder das Gehirn?

"Denkt die Person oder das Gehirn?" - Da eine Person ohne Gehirn ebenso tot ist wie ein Gehirn ohne Körper, macht diese Differenzierung keinen Sinn. Es geht, wie bei jeder Differenzierung etwas verloren, wie wir schon aus dem Mathematikunterricht wissen. Bei dieser Frage ist es die Ganzheit des Menschen.

Aber selbst die Ganzheit des Menschen reicht nicht aus, um unser Gehirn zu verstehen. Man versteht es nur in den Beziehungen des Menschen zu seiner Umgebung und all den, doer stattfinbdenden Austauschvorgängen. Dabei gibt es ein paar wesentliche Aufgaben für das Gehirn.

- Aus der großen Fülle von Sinneseindrücken und deren Intensitäten, Bedeutungen und Bedeutungsnetzwerke zu bilden (Komplexitätsreduktion)
- Körperliche Fähigkeiten auszubilden, z.B. Greifen, Gehen, Sprechen.
- Die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, welches mit hoher Intensität und Bedeutung verbunden ist.

Im Wesentlichen ist Mensch, nach meinem Verständnis, ein sich selbst organisierendes System in einer sich selbst organisierenden Welt. Da alle natürlich selbst organisierenden Systeme Kohärenz anstreben, entsteht Bewusstsein dort, wo das innere System mit seinen Prozessen mit dem äußeren System und dessen Prozessen zu einer soliden Übereinstimmung kommt. Damit ist Bewußtsein schon vor dem Denken da.

Dann beginnt überhaupt erst das Denken, dessen Aufgabe es ist, Erinnerungen aufzurufen und ihnen Fortdauer zu geben.
Das ermöglicht es sich mit Hilfe des Denkens im Bewußtsein zu 'bewegen'. Damit entsteht Geist und Geist ist wieder eine weitere Möglichkeit des Lebens zur Entfaltung.
Die Frage "wer denkt denn da" geht schon von einem gesteuerten System aus und schließt ein sich natürlich selbst organisiertes Systeme von vorherein aus. Aber in solchen Systemen braucht es kein 'wer'.