Eine Gruppe von jungen Forschenden freut sich mit High-Five über einen Erfolg.
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EU
99 ERC Starting Grants gehen nach Deutschland

Der Europäische Forschungsrat hat die Gewinnerinnen und Gewinner des Förderwettbewerbs bekanntgegeben. Vergeben werden jeweils 1,5 Millionen Euro.

05.09.2025

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat 478 Forschende aus ganz Europa für die diesjährigen Starting Grants in Höhe von 761 Millionen Euro ausgewählt. Das hat die größte Forschungsförderorganisation Europas am Donnerstag mitgeteilt. "Nur zwölf Prozent aller Vorschläge in diesem Wettbewerb werden gefördert, auch wenn viele weitere ausgezeichnet sind. Es sind mehr Investitionen in diese Art von Wissenschaft erforderlich, damit Europa sein volles Potential ausschöpfen kann", kommentierte ERC-Präsidentin Professorin Maria Leptin das Ergebnis. 

"Es sind mehr Investitionen in diese Art von Wissenschaft erforderlich, damit Europa sein volles Potential ausschöpfen kann."
Professorin Maria Leptin, ERC-Präsidentin 

Die erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten planen, ihre Forschungsvorhaben an Universitäten und Forschungszentren in 25 Ländern durchzuführen – beispielsweise in Deutschland (99 Stipendien), Großbritannien (60), den Niederlanden (44) und in Frankreich (41). Mit 51 verschiedenen Nationalitäten kommen sie aus Europa und darüber hinaus: Unter ihnen befinden sich Deutsche (87) und Personen italienischer (55), französischer (33), britischer sowie spanische Herkunft (jeweils 32). Die Forschungsförderorganisation weist darauf hin, dass Antragstellende mit Schweizer Gastinstitutionen nicht gefördert werden können, falls zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Grant Agreements das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Kommission und der Schweiz noch nicht in Kraft getreten sei. 

Bei dieser Wettbewerbsrunde gingen laut ERC 3.928 Vorschläge ein. Das entspricht einer Steigerung der Nachfrage um 13 Prozent gegenüber der letztjährigen Ausschreibung der Starting Grants. Die Zahl der weiblichen Stipendiatinnen ist mit 42 Prozent relativ stabil (2024: 44 Prozent, 2023: 43 Prozent). Es wird geschätzt, dass durch diese Zuschussrunde rund 3.000 Arbeitsplätze in den Teams der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten geschaffen werden. 

Von Robotik über Alterungsprozesse bis Pflanzenkunde 

Zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten gehören eine Robotik-Expertin in den Niederlanden, die neue Wege erforscht, um künstliche Berührungen natürlicher und realistischer zu machen und ein in Österreich ansässiger Wissenschaftler, der sich damit beschäftigt, wie das Altern menschliches Gewebe umformt und Krankheiten auslöst. Eine Forscherin in Estland indes prüft, ob die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen ADHS in der Kindheit widerspiegelt während eine Biologin aus Spanien analysiert, wie sich Pflanzen vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen.

cva