Ein Kompass in Nahaufnahme zeigt auf die deutsche Flagge als Ziel.
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1.000-Köpfe-plus
DFG fördert 15 Professuren über Global Minds

"Global Minds in DFG-Verbünden" ermöglicht es, Spitzenforschende für Wissenschaftszusammenschlüsse zu gewinnen. 18 Standorte können sich freuen.

18.09.2026

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert 15 Professuren und zwölf Mercator Fellows in Exzellenzclustern und Sonderforschungsbereichen. Das hat der Hauptausschuss in Bonn beschlossen, teilte die DFG am 17. September in einer Presseerklärung mit. Die Förderung erfolgt im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) getragenen 1000-Köpfe-plus-Programms. 

Im Oktober 2025 hatte die DFG erstmals zusätzliche Förderungen in Forschungsverbünden ausgeschrieben. Die Verbünde erhalten für die 15 neuen Professuren und zwölf Mercator Fellows insgesamt rund 69 Millionen Euro. DFG-Präsidentin Professorin Katja Becker sagte zu den zahlreichen Bewerbungen: "Der vergleichende Blick auf die Anträge macht deutlich, dass es sich um ein äußerst kompetitives Wettbewerbsfeld handelt. Dass die Geförderten aus insgesamt zwölf verschiedenen Herkunftsländern auf vier Kontinenten kommen, unterstreicht zudem die globale Reichweite der Initiative." 

Die neu geförderten Professorinnen, Professoren und Mercator Fellows werden der Pressemitteilung zufolge an 18 verschiedenen Standorten und in allen Wissenschaftsbereichen tätig sein: acht in den Naturwissenschaften, je sieben in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie den Lebenswissenschaften und fünf in den Ingenieurwissenschaften. Von den neu Geförderten werden demnach 16 in Exzellenzclustern forschen und elf in Sonderforschungsbereichen. Ein Drittel der Geförderten sei weiblich; 13 von ihnen seien derzeit in den USA tätig, zwölf kämen aus dem europäischen Ausland und zwei aus Afrika beziehungsweise Asien. 

Zweite Ausschreibung gestartet 

Die Initiative "Global Minds in DFG-Verbünden" ermöglicht es den im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder geförderten Exzellenzclustern und den DFG-geförderten Sonderforschungsbereichen, herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen. Diese müssen laut DFG zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mindestens drei Jahren im Ausland tätig sein. 

Das Modul "Professur" erlaube es den Verbünden, Forschende zu berufen, die alle Voraussetzungen für eine Langzeitprofessur erfüllen. Für jede Professur könnten Mittel bis zu einer Höhe von 3,5 Millionen Euro bewilligt werden. Das Modul "Mercator Fellow Global" ziele auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab, die (noch) keinen permanenten Wechsel in das deutsche Wissenschaftssystem, sondern nur längere Forschungsaufenthalt in Deutschland anstrebten. Hierfür könnten Mittel bis zu einer Höhe von 650.000 Euro beantragt werden. 

Die Förderdauer betrage in beiden Modulen maximal fünf Jahre. Neben Personalmitteln für die Geförderten könnten auch weitere Gelder, vor allem für Promovierende, sowie Sach- und Investitionsmittel beantragt werden. Die DFG hat aktuell eine zweite Ausschreibungsrunde veröffentlicht und dabei den Kreis der antragsberechtigten Forschungsverbünde auf bereits geförderte Forschungsimpulse und Graduiertenkollegs ausgeweitet. Antragsfrist ist der 27. Januar 2027.

DFG-Einzelförderung 

Neben der Förderung in Verbünden hat die DFG seit Sommer 2025 in ihren Programmen der Einzelförderung bisher 59 hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Gelder mit einem Gesamtvolumen von rund 36 Millionen Euro bewilligt. Davon wurden 17 Personen für das Emmy Noether-Programm und 30 für das Walter Benjamin-Programm ausgewählt. Neun Forschende erhielten eine eigene Stelle im Rahmen der Sachbeihilfe, drei weitere eine Förderung im Heisenberg-Programm.

cva