Wissenschaft in China
Eine politisch gelenkte Wettbewerbsordnung
Am 8. Juli 2026 überreichte der chinesische Staatspräsident Xi Jinping den Wissenschaftlern Chen Liquan und Ben De im Großen Saal des Volkes den höchsten staatlichen Wissenschafts- und Technologiepreis für das Jahr 2025. Professor Chen Liquan hatte Chinas erstes Labor für Festkörperionik aufgebaut. Sein Team entwickelte 1995 die erste in China gefertigte Lithium-Ionen-Batterie mit flüssigen Elektrolyten und nahm 1998 die erste Pilotfertigungslinie in Betrieb – auf der Grundlage eigenentwickelter Verfahren, selbst gebauter Ausrüstung und heimischer Rohstoffe. Ben De leitete die Entwicklung des ersten chinesischen luftgestützten Puls-Doppler-Feuerleitradars und wirkte als einer der technischen Gesamtverantwortlichen am ersten chinesischen weitreichenden phasengesteuerten Frühwarnradar mit. Ihre Laufbahnen veranschaulichen einen wichtigen Leitgedanken der chinesischen Wissenschaftspolitik: Anwendungsorientierte Forschung soll vom Labor über Pilotanlagen rasch in die Serienfertigung gelangen und so wirtschaftliche wie sicherheitspolitische Handlungsspielräume erweitern.
Die Preisverleihung, die gemeinsam mit den Tagungen der beiden nationalen Akademien und dem Kongress der Chinesischen Vereinigung für Wissenschaft und Technik stattfand, sollte Chinas wissenschaftlich-technische Leistungsfähigkeit demonstrieren. Xi Jinping nutzte sie aber auch, um bemerkenswert deutlich drei systemische Defizite zu benennen: mangelnde originäre Innovationskraft, eine unausgewogene Personalstruktur und eine zu geringe Effizienz des Mitteleinsatzes. Gerade der hohe politische Rang von Wissenschaft und Technik wirft die Frage auf, wie zuverlässig das System neue Erkenntnisse und technisch tragfähige Lösungen hervorbringt.
Auf zentrale Vorgaben erfolgt die dezentrale Umsetzung
Seit der 1985 eingeleiteten Reform des Wissenschafts- und Technologiesystems wurden die Verbindungen zwischen Hochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen schrittweise ausgebaut. Später gewannen Provinzen und lokale Regierungen bei der Finanzierung und Umsetzung an Gewicht. Obwohl diese auch unter Xi Jinping bedeutsam bleiben, wird die parteistaatliche Aufsicht seit einigen Jahren wieder verstärkt. Seit 2023 koordiniert die neu geschaffene Zentrale Kommission für Wissenschaft und Technologie die strategische Ausrichtung der Wissenschafts- und Technologiepolitik. Das reorganisierte Wissenschaftsministerium fungiert als ihre Geschäftsstelle.
Idealtypisch lässt sich die Arbeitsteilung so beschreiben: Die Parteiführung setzt strategische Ziele und politische Grenzen. Ministerien übersetzen sie in Programme und Förderlinien, die Provinzen und Kommunen konkretisieren und kofinanzieren. Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen konkurrieren um die daraus hervorgehenden Fördermittel und Projektaufträge. Zwischen Beschluss und Ergebnis liegt daher kein bloßer Vollzug, sondern ein mehrstufiger Auswahl- und Übersetzungsprozess, in dem regionale Interessen, institutionelle Anreize und fachliche Urteile zusammentreffen. Diese verteilte Umsetzung kann die Anpassungsfähigkeit des Systems erhöhen, macht die politische Führung aber zugleich von dezentraler Expertise abhängig. Wie stark die Umsetzung auf Akteure außerhalb der zentralen Bürokratie angewiesen ist, zeigt die Verteilung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE): 2024 entfielen 77,7 Prozent der landesweiten FuE-Ausgaben auf den Unternehmenssektor. Damit tritt das zentrale Steuerungsproblem schärfer hervor: Wie kann der Parteistaat institutionell verteilte und ergebnisoffene Forschung organisieren, ohne jene Ungewissheit zu ersticken, aus der neue Einsichten überhaupt erst entstehen können?
"Die Parteiführung setzt strategische Ziele und politische Grenzen. Ministerien übersetzen sie in Programme und Förderlinien, die Provinzen und Kommunen konkretisieren und kofinanzieren."
Die politische Formel für diese Ordnung lautet wörtlich übersetzt etwa: "neuartiges System gesamtstaatlicher Mobilisierung". Gemeint ist der Anspruch, staatliche, wissenschaftliche und industrielle Ressourcen auf strategische Engpässe zu konzentrieren, ohne die wissenschaftlichen Lösungswege im Einzelnen administrativ festzulegen. Diese Verbindung von politischer Zielbindung und dezentraler Suche findet sich auch im Gesetz über den wissenschaftlich-technischen Fortschritt: Es verbindet die umfassende Parteiführung und die Ausrichtung auf nationale Ziele mit der "entscheidenden Rolle" des Marktes bei der Allokation von Innovationsressourcen, der Freiheit wissenschaftlicher Forschung und dem Prinzip der Begutachtung durch Fachkolleginnen und Fachkollegen. Die politische Führung bestimmt damit, welche Probleme Vorrang haben, und setzt Wettbewerbsanreize. Welche Lösung sich bewährt, zeigt sich jedoch erst im Forschungsprozess selbst.
Wettbewerb ermöglicht Erprobung in großem Maßstab – hat jedoch auch Blindstellen
Unter günstigen Bedingungen gewinnt diese Ordnung ihre produktive Dynamik gerade aus der Konkurrenz von Forschungsinstituten und Unternehmen. Mehrere Teams können dasselbe ungelöste Problem auf unterschiedlichen Wegen bearbeiten. In komplexen Feldern mindert eine solche parallele Suche das Risiko einer verfrühten Festlegung. Erweist sich ein Ansatz als tragfähig, kann das Zusammenspiel von Pilotanlagen, Zulieferern und Nachfrage den Übergang in die Fertigung beschleunigen. Dem können Doppelstrukturen, kostspieliger Subventionswettbewerb und Anreize gegenüberstehen, Zwischenstände zu beschönigen oder Fehlschläge zu verdecken. Ob Konkurrenz wissenschaftlichen und technischen Fortschritt fördert, hängt deshalb davon ab, wie transparent und nach welchen Kriterien Projekte, Teams und technische Ansätze ausgewählt werden.
Die Leistungsfähigkeit beruht jedoch nicht allein auf Auswahlverfahren, sondern auch auf materieller Ausstattung und institutioneller Einbettung: auf Laboren, Fachkräften, Pilotanlagen und dichten Liefernetzen. Nach OECD-Schätzungen vom März 2026 erreichten Chinas FuE-Ausgaben 2024 kaufkraftbereinigt ungefähr US-Niveau. Über wissenschaftliche Originalität sagt dieser Vergleich für sich genommen wenig aus. Er verdeutlicht jedoch den steigenden Umfang der Ressourcen, mit denen Teams, Infrastrukturen und Versuchsreihen parallel finanziert werden können.
Besondere Vorteile bietet diese Wettbewerbsordnung dort, wo sich Varianten vergleichen und Ergebnisse in großem Maßstab erproben lassen. Die Batterie- und die Photovoltaikindustrie zeigen, wie eng Labor, Pilotanlagen und Fabrikproduktion ineinandergreifen: Neue Materialien und Komponenten werden zunächst im Labor und in Pilotanlagen, anschließend unter Serienbedingungen erprobt und verbessert. Serienfertigung kann Kosten senken und Schwächen offenlegen; die dabei gewonnenen Erfahrungen und Messdaten fließen in die Forschung zurück. Diese Rückkopplung trägt wesentlich dazu bei, dass chinesische Hersteller technische Verfahren rasch optimieren und skalieren können.
"'Erkenntniskosten' liegen in den Fragen, die gar nicht erst gestellt werden, in negativen Befunden, die in Hierarchien verloren gehen, und in riskanten Wegen, die unbeschritten bleiben."
Doch auch ein breiter Suchraum hat blinde Flecken. Seine 'Erkenntniskosten' liegen in den Fragen, die gar nicht erst gestellt werden, in negativen Befunden, die in Hierarchien verloren gehen, und in riskanten Wegen, die unbeschritten bleiben. Wo Karrieren und Mittel eng an Kennziffern gebunden sind, gewinnen leicht messbare und eindeutig zurechenbare Ergebnisse an Gewicht. Ungewöhnliche Ansätze werden in vertraute Kategorien eingepasst, bis ihr Eigensinn verloren geht. Die Nationale Naturwissenschaftsstiftung Chinas (NSFC) beschloss Ende 2019 die Einrichtung eines Programms für originäre Explorationsvorhaben. Seit 2020 fördert es unkonventionelle, explorative und risikoreiche Grundlagenforschung. Das Programm schafft damit Raum für Ideen, die in regulären Verfahren leicht ausscheiden. Ob daraus ein tragfähiger Erkenntnisgewinn hervorgeht, kann nicht politisch geplant werden. Damit verschiebt sich die Frage von der Programmarchitektur zur institutionellen Praxis: Wie werden fachliches Urteil und korrigierende Gegenrede organisiert – insbesondere an Hochschulen?
Hochschulen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Parteiführung und fachlichem Urteil
An den Hochschulen wird die Spannung zwischen politischer Führung und wissenschaftlichem Eigensinn institutionell greifbar. Das Hochschulgesetz räumt den Einrichtungen eigene Entscheidungsbefugnisse in Lehre, Forschung, innerer Organisation und Personalfragen ein. Es verankert für staatlich getragene Hochschulen jedoch die Führungsrolle des Parteikomitees. Bei Einstellungen und Beförderungen greifen fachliche Begutachtung, institutionelle Prioritäten sowie Prüfungen politischer Eignung und berufsethischer Integrität ineinander. Ihr jeweiliges Gewicht dürfte nach Hochschule, Fach und Verfahren variieren. Hier zeigt sich die Grenze administrativer Steuerung: Sie kann Verfahren beaufsichtigen und politische Grenzen setzen, fachliche Urteilsbildung aber nicht ersetzen.
Wie groß die fachlichen Spielräume sind, variiert mit Forschungsgegenstand, institutioneller Einbindung und aktuellem Grad politischer Sensibilität. In politisch wenig sensiblen Feldern – etwa in Teilen der Materialforschung – arbeiten Teams mit beträchtlicher fachlicher Autonomie. Berührt Forschung sicherheitsrelevante Spitzentechnologien, militärische Anwendungen oder sensible Datenbestände, greifen dagegen engere Sicherheits- und Geheimhaltungsvorgaben. In Teilen der Geistes- und Sozialwissenschaften kann politische Kontrolle bereits bei Themenwahl und Datenerhebung einsetzen. Das veranschaulichen Dr. Ning Leng und Professorin Elizabeth Plantan, die mehr als 5.000 sozialwissenschaftliche Veröffentlichungen aus den Jahren 1985 bis 2022 ausgewertet haben. Ihre Studie zeigt, dass Arbeiten zu bestimmten politisch heiklen Themen aus chinesischsprachigen Zeitschriften verschwinden oder in englischsprachige Publikationsorgane ausweichen. Die Trennlinien verlaufen damit weniger zwischen ganzen Fächergruppen als vielmehr entlang von Gegenstand, Methode und institutionellem Kontext. Entscheidend ist, ob eine Institution zwischen fachlichem Einwand, negativem Befund und politischer Kritik unterscheidet – oder all dies unterschiedslos als Loyalitätsproblem behandelt.
"Wie groß die fachlichen Spielräume sind, variiert mit Forschungsgegenstand, institutioneller Einbindung und aktuellem Grad politischer Sensibilität."
Die Unterscheidung zwischen fachlichem Widerspruch und politischer Illoyalität ist dabei nicht nur eine Frage akademischer Freiheit. Sie berührt die Lern- und Steuerungsfähigkeit des Staates selbst. Epidemien müssen zutreffend beschrieben, Brücken auf ihre Tragfähigkeit geprüft und wirtschaftliche Risiken nüchtern modelliert werden. Kein Befund wird verlässlicher, weil er politisch erwünscht ist. Je stärker der Parteistaat wissenschaftlich-technische Leistungsfähigkeit zur Voraussetzung wirksamer Politik macht, desto mehr ist er de facto auf ungeschönte Berichte über Fehlschläge und sachlich begründeten Einspruch angewiesen. Versanden jedoch schlechte Nachrichten in der Hierarchie, so fehlt der Führung die Grundlage dafür, Programme zu korrigieren. Institutionelle Lern- und Innovationsfähigkeit setzt deshalb voraus, dass unbequeme Befunde als Anlass zur Revision und nicht als Zeichen politischer Illoyalität behandelt werden.
Internationale Verflechtung und Forschungssicherheit
Chinas Wissenschaftssystem ist tief in globale Netzwerke und Lieferketten eingebunden. Es bleibt daher auf Kenntnisse, Fachkräfte und Komponenten angewiesen, die sich im Inland weder vollständig bereitstellen noch kurzfristig ersetzen lassen. Chinas wissenschaftlich-technologischer Aufstieg wurde durch Studium und Forschung im Ausland, zurückkehrende Fachkräfte und internationale Kooperationen wesentlich mitgetragen. In einzelnen Schlüsselbereichen – etwa bei hochpräzisen wissenschaftlichen Instrumenten und bestimmten Halbleitertechnologien – bestehen weiterhin Importabhängigkeiten. Der Zugang zu solchen Gütern und dem damit verbundenen Wissen war zugleich ein Ausgangspunkt für den Aufbau eigener Kapazitäten. Die Formel von der "wissenschaftlich-technologischen Selbständigkeit und Stärke" bezeichnet daher auch keinen Rückzug aus internationalen Verflechtungen, sondern den Versuch, Abhängigkeiten in sicherheitsrelevanten Feldern zu verringern und Kooperation selektiver zu steuern.
Nicht nur in China, sondern auch in den Vereinigten Staaten und Europa wird wissenschaftlich-technologischer Austausch zunehmend sicherheitspolitisch gerahmt. Die USA unterwerfen die Ausfuhr fortgeschrittener Rechenchips und bestimmter Halbleitertechnologien nach China weitreichenden Genehmigungspflichten. Seit Januar 2025 sind zudem bestimmte US-Investitionen in chinesische Halbleiter-, Quanten- und KI-Technologien untersagt. Auch die EU und ihre Mitgliedstaaten bauen seit 2024 ihre Instrumente für Forschungssicherheit und den Schutz sensibler Technologien aus.
"Kooperationen müssen fachkundig und fallbezogen geprüft werden."
Für deutsche Hochschulen folgt daraus ein Prüfauftrag, der sich weder durch vorbehaltlose Offenheit noch durch pauschale Abschottung lösen lässt: Kooperationen müssen fachkundig und fallbezogen geprüft werden. Ein anschauliches Beispiel bietet ein gemeinsamer Förderaufruf der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der National Natural Science Foundation of China (NSFC) zum Thema "Intelligent Numerical Mathematics". Der Aufruf sah vor, Quellcodes sowie verwendete und erzeugte Daten nach üblichen wissenschaftlichen Standards offen zugänglich zu machen. Nicht förderfähig waren Vorhaben mit eindeutigem militärischem Anwendungsbezug oder Beteiligung militärischer Forschungseinrichtungen. Angaben zu möglichen Dual-Use-Aspekten und zu Risiken der internationalen Zusammenarbeit waren obligatorisch. Daraus lässt sich ein allgemeiner Prüfgrundsatz ableiten: Entscheidend sind nicht pauschale Zuschreibungen nach nationaler Herkunft, sondern das konkrete Vorhaben, die beteiligten Einrichtungen und die Frage, wer Finanzierung, Datenzugang und Ergebnisverwertung kontrolliert.
Solche Einzelfallentscheidungen verlangen belastbare Verfahren und klare Zuständigkeiten. Hochschulen müssen klären, wem Partnerinstitutionen gehören, wer sie kontrolliert, wie sie finanziert werden und mit welchen Einrichtungen sie verbunden sind. Zu klären sind außerdem Zugriffsrechte auf Daten und Geräte sowie die Regeln für Schutzrechte, Verwertung und Publikation. Je nach Gegenstand unterscheiden sich die Anforderungen: Projekte der Grundlagenforschung mit geringem Sicherheitsbezug erfordern andere Vorkehrungen als Vorhaben, die große Datenbestände oder sicherheitsrelevante Spitzentechnologien betreffen. Dazu müssen Hochschulen China-Kompetenz mit fachlicher und rechtlicher Expertise verbinden, Entscheidungsverantwortung eindeutig zuweisen und die Risikoabwägung dokumentieren.
Offenheit sollte der Ausgangspunkt bleiben. Einschränkungen müssen auf einem konkret benennbaren Risiko beruhen, verhältnismäßig sein und regelmäßig überprüft werden. Forschungssicherheit impliziert damit keine Absage an den wissenschaftlichen Austausch. Sie ist ein Verfahren, das Risiken identifiziert, Zuständigkeiten klärt und angemessene Schutzvorkehrungen festlegt – und so belastbare Zusammenarbeit überhaupt erst ermöglicht.
"Forschungssicherheit impliziert keine Absage an den wissenschaftlichen Austausch."
Damit schließt sich der Bogen zur Preisverleihung im Großen Saal des Volkes. In der offiziellen Inszenierung verkörpern Chen Liquan und Ben De den Übergang von Forschung in industrielle und militärische Anwendung. Weniger sichtbar bleiben die Voraussetzungen, unter denen aus Forschung belastbare Erkenntnis und aus Erkenntnis technische Wirkung wird. Chinas wissenschaftlich-technische Leistungsfähigkeit beruht auf Spannungsverhältnissen, die die politische Führung ordnen, nicht aber auflösen kann: zwischen zentralen Zielvorgaben und verteilter Suche, politischer Loyalität und fachlicher Gegenrede, technologischer Eigenständigkeit und internationaler Verflechtung. Eine pauschale Gleichsetzung autoritärer Herrschaft mit wissenschaftlich-technischer Stagnation greift daher mehr denn je zu kurz. Offen bleibt, ob politisch gewährte und institutionell jederzeit reversible Freiräume ausreichen, damit Wissenschaft nicht nur vorgegebene Probleme löst, sondern auch unerwartete Fragen hervorbringt. Politik kann den Suchraum formen. Erkenntnis lässt sich nicht verordnen.
Vom Autor erscheinen demnächst in der Reihe "Gestaltungsmacht China" der Friedrich-Ebert-Stiftung die Studien "Chinas Wissenschafts- und Technologiepolitik: Institutionen, Instrumente und internationale Implikationen" und "Wissenschaftskooperation mit China: Forschungssicherheit und reziproke Offenheit in Deutschland und Europa", Bonn 2026.
Weiterführende Literatur
Ahlers, Anna L.: The Communist Party’s Steering of China’s Science, Technology, and Innovation System: Aspirations and Reality, Policy Brief, UC Institute on Global Conflict and Cooperation (IGCC)/Mercator Institute for China Studies (MERICS), 5. April 2024.
Groenewegen-Lau, Jeroen: Whole-of-Nation Innovation: Does China’s Socialist System Give it an Edge in Science and Technology?, Policy Brief, UC Institute on Global Conflict and Cooperation (IGCC)/Mercator Institute for China Studies (MERICS), 29. Februar 2024.
Kaiser, Alexandra: Solving Agency Problems in Chinese Universities: Academics in the Shadow of the Party’s Declared Leadership, in: The China Quarterly 266 (2026), S. 418–434.
King, Amy; He, Wenting: The Resilience of Self-reliance in China: Autonomy, Interdependence and Order-shaping, in: The China Quarterly 266 (2026), S. 291–308.
Leng, Ning; Plantan, Elizabeth: Disappearing Research: Academic Control and Self-Censorship in China, in: The China Journal 94 (2025), S. 107–133.
Naughton, Barry; Cheung, Tai Ming; Xiao, Siwen; Xu, Yaosheng; Yang, Yujing: Reorganization of China’s Science and Technology System, IGCC Working Paper No. 10, Juli 2023.
Sun, Yutao; Cao, Cong: The Political Economy of Science, Technology, and Innovation in China: Policymaking, Funding, Talent, and Organization, Cambridge: Cambridge University Press 2023.
Tan, Yeling; Dallas, Mark; Farrell, Henry; Newman, Abraham: Driven to Self-Reliance: Technological Interdependence and the Chinese Innovation Ecosystem, in: International Studies Quarterly 69/2 (2025).