1.000-Köpfe-Plus
Humboldt-Stiftung ruft neuen Forschungspreis ins Leben
Die Alexander von Humboldt-Stiftung erhöht das Preisgeld für die Humboldt-Professur von maximal fünf Millionen Euro auf bis zu zehn Millionen Euro und verlängert den Förderzeitraum turnusmäßig auf sieben Jahre. Der Antrag auf Verlängerung nach fünf Jahren entfällt zukünftig. Das gab die Stiftung Ende letzter Woche in einer Pressemitteilung bekannt. Möglich würden diese Verbesserungen durch das 1.000-Köpfe-Plus-Programm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Überdies werde das Förderformat Humboldt Research Professorship neu ins Leben gerufen.
Die Maßnahmen dienten der Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Humboldt-Professur, hieß es bei der Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung der ersten Geförderten des 1.000-Köpfe-Plus-Programms am 18. Dezember in Berlin. Zu diesem Zweck würde auch die Verwaltungspauschale für die nominierenden Hochschulen auf 20 Prozent des Preisgelds erhöht sowie flexiblere Gehaltsregelungen für die Humboldt-Professorinnen und -Professoren ermöglicht.
Neuer Forschungspreis: Humboldt Research Professorship
Außerdem wird laut Pressemitteilung ein neuer Forschungspreis ausgeschrieben. Im Unterschied zur Humboldt-Professur müssten seine Trägerinnen und Träger ihre Stelle oder Arbeitsgruppe im Ausland für ihre Tätigkeit in Deutschland nicht aufgeben. Professuren und Arbeitsgruppen im Herkunftsland könnten parallel fortgeführt werden. Zugleich ermöglichten die Förderregularien aber auch einen Wechsel nach Deutschland und eröffneten individuell auszuhandelnde, langfristige Bleibeperspektiven.
"Mit dem flexiblen Förderformat Humboldt Research Professorships können Hochschulen in Deutschland hochkarätige Wissenschaftler*innen aus dem Ausland ansprechen, die international verankert sind und ihre Expertise hier langfristig einbringen möchten", erläutert Professor Robert Schlögl, Präsident der Humboldt-Stiftung, das neue Förderformat. Es schließe eine Lücke im Portfolio der Stiftung zwischen den Humboldt-Forschungspreisen und der Humboldt-Professur. Das Programm sei "ein entscheidender Schritt, um Spitzenkräfte an Deutschland zu binden".
Die Humboldt Research Professorships sind laut Angaben der Stiftung mit einem Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende und drei Millionen Euro für experimentell arbeitende Forschende über einen Zeitraum von fünf Jahren verbunden. Preisträgerinnen und Preisträger sollen Kooperationen mit Forschenden in Deutschland eingehen, eine internationale Arbeitsgruppe in Deutschland aufbauen und leiten sowie weitere Forschungsformate entwickeln.
Ziel sei es, wenigstens in den nächstens drei Jahren voraussichtlich 20 Humboldt Research Professorships pro Jahr zu verleihen. Die Finanzierung stehe derzeit aber noch unter Vorbehalt. Deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen können exzellente Forschende aus dem Ausland ab sofort nominieren.
hes