Bild einer Kaffeetasse zwischen Kaffeebohnen
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Gesundheit
Kann Kaffee das Demenz-Risiko senken?

Eine neue Studie stellt einen Zusammenhang zwischen Koffeinkonsum und verringertem Demenzrisiko her. Kaffee und Tee kommen dabei gut weg.

13.02.2026

Moderater Koffeinkonsum steht in Zusammenhang mit einem verringerten Demenzrisiko, so die These eines Forschungsteams der Harvard-Universität. Dessen am 9. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Jama veröffentlichte Studie verfolgte das Ziel, die Langzeitwirkungen von Kaffee und Tee auf das Demenz-Risiko zu untersuchen. Die Studie basiert auf der Befragung von insgesamt 131.821 Personen zwischen 1980 und 2023, die alle zwei bis vier Jahre Auskunft zu ihren Ernährungsgewohnheiten und Gesundheitswerten gaben. Die Koffeinwerte der Studie werden aus den Konsumwerten von Kaffee und Tee abgeleitet.

Die Auswertung der erhobenen Daten ergebe eine Korrelation zwischen Koffeinkonsum und Demenzrisiko. Demnach hatten Menschen, die täglich zwei bis drei Tassen Kaffee tranken, ein etwa 18 Prozent geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken, als Personen, die keinen oder sehr wenig Kaffee konsumierten. Bei Tee verzeichneten die Forschenden den optimalen Wert bei ein bis zwei Tassen am Tag. Bemerkenswert ist laut Studie, dass die Ergebnisse bei Menschen mit unterschiedlicher genetischer Veranlagung für Demenzerkrankungen gleich sind.

Koffein ist wohl ausschlaggebend

Ihr Alleinstellungsmerkmal sehen die Verfasserinnen und Verfasser der Studie darin, dass sie zwischen koffeinhaltigem und entkoffeiniertem Kaffee unterscheiden. Es zeige sich deutlich, dass es keine Korrelation zwischen dem Risiko für Demenz und dem Konsum entkoffeinierten Kaffees gebe. Dies könne bedeuten, dass Koffein als ausschlaggebender neuroprotektiver Stoff wirke.

Dabei gilt jedoch nicht: je mehr, desto besser. Für eine höhere tägliche Dosis als 300 Milligramm Koffein am Tag lässt die Auswertung zwar keinen erhöhten Zusammenhang zu Demenzerkrankungen, aber auch kein noch weiter vermindertes Risiko erkennen.  

Die Ergebnisse sind mit Vorsicht zu interpretieren

Trotz der langen Laufzeit und der hohen Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern rät das Forschungsteam zur Vorsicht. Die Beobachtungsstudie könne lediglich Hinweise auf eine Korrelation, also einen statistischen, nicht aber auf einen kausalen Zusammenhang geben. So sei es beispielsweise durchaus möglich, dass frühe, unerkannte Erkrankungen die Nahrungsaufnahme beeinflussen und der Verzicht auf Koffein eine Folge davon sei und nicht die Ursache.

Die Studie habe zudem weder unterschiedliche Zubereitungsarten von Kaffee noch unterschiedliche Teesorten berücksichtigt, die den Koffeingehalt oder andere bioaktive Stoffe beeinflussen können. Auch die spezifischen Auswirkungen von koffeinhaltigem und entkoffeiniertem Kaffee bedürfen weiterer Untersuchungen.

hae