Kollegen im Gespräch
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Karrierechancen
Großteil der Promovierten findet schnell einen Job

Die Aussichten für eine Karriere an der Hochschule sind für viele Promovierte schlecht. Insgesamt stehen sie auf dem Arbeitsmarkt aber gut da.

29.03.2018

Promovierte fassen auf dem Arbeitsmarkt schnell Fuß. 80 Prozent sind bereits unmittelbar nach der Promotion erwerbstätig. Drei Jahre später sind es rund 90 Prozent. Das geht aus dem laufenden Forschungsvorhaben "Karrieren Promovierter" hervor, bei dem das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) die berufliche Laufbahn des Promovierten-Jahrgangs 2014 untersucht. Erste Ergebnisse stellt Kolja Briedis in der aktuellen Print-Ausgabe von Forschung & Lehre vor.

Fast sechs von zehn Promovierten des befragten Jahrgangs sind drei Jahre nach der Promotion außerhalb von Forschung, Entwicklung und akademischer Lehre beschäftigt, im öffentlichen Dienst oder in der Wirtschaft. Ihr monatliches Brutto-Durchschnittseinkommen betrage bei Vollzeitbeschäftigten 5.700 Euro. Diejenigen, die drei Jahre später noch in Forschung, Entwicklung oder akademischer Lehre tätig sind, verdienten im Schnitt 5.500 Euro. Arbeiten sie an einer Hochschule bekommen sie mit 4.700 Euro jedoch weniger als in anderen wissenschaftsnahen Bereichen.

An Hochschulen nur 15 Prozent unbefristet beschäftigt

Insgesamt üben 87 Prozent der berufstätigen Promovierten eine Vollzeitbeschäftigung aus und 58 Prozent haben eine unbefristete Tätigkeit. Der Anteil der Befristungen ist unter Promovierten, die in Forschung, Entwicklung und akademischer Lehre tätig sind, laut der Studie deutlich höher als bei denjenigen, die außerhalb dieser Bereiche tätig sind (55 versus 32 Prozent).

An den Hochschulen und Forschungsinstituten sind laut den Ergebnissen des DZHW nur 15 Prozent unbefristet beschäftigt. Vollzeitbeschäftigt ist auch hier der Großteil der Promovierten. Im Vergleich ist der Anteil mit 83 Prozent aber wie im öffentlichen Dienst (82 Prozent) verhältnismäßig gering.

kas

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