Taschenrechner und Kugelschreiber liegen auf einer Gehaltstabelle
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Professur
Bis zu 1.500 Euro Differenz bei tatsächlicher Besoldung

Professorengehälter unterscheiden sich regional und zwischen den Geschlechtern: Professorinnen verdienen bis zu 690 Euro weniger als ihre Kollegen.

02.01.2020

Die realen Bruttogehälter von Professorinnen und Professoren können sich in den Ländern inzwischen um bis zu 1.500 Euro im Monat unterscheiden. Während in Bayern die tatsächlich bezogene Besoldung bei W3-Professorinnen und Professoren durchschnittlich 9.190 Euro beträgt, liegt sie in Mecklenburg-Vorpommern bei 7.690 Euro. Bei W2-Professuren belaufen sich die Unterschiede auf bis zu 470 Euro, bei W1-Professuren sind es bis zu 710 Euro. Das geht aus einem aktuellen Ranking des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hervor.

Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern haben sich demnach bei W3-Professuren weiter verstärkt. Frauen in der Besoldungsgruppe W3 erhielten 2018 im Schnitt 690 Euro weniger als ihre Kollegen, 2017 waren es noch 650 Euro. Bei den W2- und W1-Professuren haben sich die Geschlechterabweichungen dagegen etwas reduziert. Die tatsächlich bezogene Besoldung war bei den W2-Professorinnen zuletzt um 290 Euro geringer als bei den Professoren, bei W1-Professorinnen um 130 Euro. Im Jahr 2017 betrug die Differenz noch 320 Euro beziehungsweise 200 Euro.

Für das Besoldungsranking des DHV hat das Statistische Bundesamt fächerübergreifende Durchschnittswerte für die reale Professorenbesoldung an öffentlichen Hochschulen und Berufsakademien ermittelt. Berücksichtigt wurden dafür die Grundgehälter, Familienzuschläge, diverse Leistungsbezüge, zum Beispiel aus Anlass von Berufungen, sowie Sonderzahlungen, soweit diese im Erhebungsmonat Juni 2018 ausgezahlt wurden.

ckr/kas