Gleichstellung
BMFTR konzipiert neuen Preis für Geschlechter-Forschung
Vor dem Weltfrauentag am 8. März hat Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) die Vergabe eines Preises für Geschlechterforschung angekündigt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) vom 6. März hervor. Der Preis werde aktuell auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates hin konzipiert. Ziel sei es, wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Wirkung zusammenzuführen und das Verständnis, die Wertschätzung und die Bekanntheit der Geschlechterforschung in der Gesellschaft zu erhöhen.
"Geplant ist die Auszeichnung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für herausragende Leistungen im Forschungsfeld der Geschlechterforschung", kündigte Bär laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Freitag in Berlin an.
Die Bundesministerin besuchte das Max Delbrück Center für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin-Mitte, um mit Forscherinnen über das Thema Gleichstellung in Wissenschaft und Forschung zu sprechen.
Förderung von Frauen für Zukunftsfähigkeit
"Gleichstellung ist natürlich nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern sie ist auch eine Notwendigkeit für die Innovations- und für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes", erklärte sie. Dafür sei Engagement und Unterstützung auf allen Ebenen sowohl von Frauen als auch von Männern nötig.
Neben weiblichen Vorbildern brauche es auch mehr Professorinnen. Derzeit sei nur ein Drittel der Professuren mit Frauen besetzt. "Das ist zu wenig", sagte Bär. Zusammen mit den Bundesländern fördere ihr Ministerium die Gleichstellung an Hochschulen mit dem Professorinnenprogramm 2030. "Da wollen wir auch die Anzahl an Professorinnen in Richtung Parität steigern und die Gleichstellungsstrukturen an den Hochschulen nachhaltig stärken."
"Wir können es uns nicht leisten, auf die Hälfte der klügsten Köpfe zu verzichten, wenn wir die großen Themen unserer Zeit erfolgreich angehen wollen", betonte die Ministerin.
Neben dem Professorinnenprogramm soll die BMFTR-Förderlinie "Innovative Frauen im Fokus" wissenschaftliche Leistungen und innovative Ideen von Frauen in der Gesellschaft sichtbarer machen.
hae/dpa