Portraitfoto von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer
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Auszeichnung
Deutscher Umweltpreis für Potsdamer Klimaforscher

Der Klima-Ökonom Ottmar Edenhofer wurde mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Ein Sonderpreis ging an einen Insektenforscher.

02.09.2020

Für seinen Einsatz für den Umweltschutz bekommt der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Professor Ottmar Edenhofer, den diesjährigen Deutschen Umweltpreis. Er teilt sich die mit 500.000 Euro dotierte Auszeichnung zur Hälfte mit einem Unternehmerpaar aus Limburg, den Geschwistern Annika und Hugo Sebastian Trappmann, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Mittwoch in Osnabrück bekanntgab. "Damit wird herausragendes Engagement für den Klimaschutz doppelt ausgezeichnet", sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Der Ökonom Ottmar Edenhofer erhalte den Preis unter anderem, weil er mit seinem Vorschlag einer CO2-Bepreisung erheblich zur Einigung der Bundesregierung auf das Klimapaket beigetragen habe, hieß es von der Bundesstiftung. Er sei einer der weltweit einflussreichsten Pioniere der Ökonomie des Klimawandels. Der 59-Jährige, der auch Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ist, habe es durch "seine exzellenten Forschungen, wissenschaftsbasierten Politikberatungen sowie sein hohes Engagement" geschafft, über den wirtschaftlichen Denkansatz Lösungen gegen den Klimawandel anzubieten, so Bonde. Dabei habe er auch Fragen der sozialen Gerechtigkeit behandelt.

Die Mitausgezeichneten Annika (28) und Hugo Sebastian Trappmann (37) hätten die mittelständische Blechwarenfabrik Limburg als Geschäftsführer durch High-Tech-Digitalisierung ganz im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes neu konzipiert, würdigte die Jury. Das Familienunternehmen gehöre seit zehn Jahren in Sachen Nachhaltigkeit zu den führenden Firmen Deutschlands. Die von den Unternehmern getroffenen Maßnahmen seien als Best-Practice-Beispiel richtungsweisend für viele andere produzierende Branchen, so Bonde.

Ehrenpreis für Insektenforscher

Einen Ehrenpreis von 10.000 Euro bekommt der 65-jährige Insektenforscher Dr. Martin Sorg aus Krefeld. Er sei als Vorstandsmitglied des Entomologischen Vereins Krefeld maßgeblich an Studien beteiligt gewesen, die vor dem Verlust der Artenvielfalt warnten, teilte die Jury der DBU mit. "In Deutschland haben sein Engagement und seine Beharrlichkeit dazu beigetragen, das Insektensterben zu einem gesellschaftlichen Debattenthema zu machen", sagte Bonde.

Der Deutsche Umweltpreis ist der DBU zufolge in Europa die höchstdotierte Auszeichnung im Umweltschutz für Wissenschaftler und Unternehmer. Der Ehrenpreis wird sporadisch vergeben. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die sich langjährig im Umwelt- und Naturschutz engagiert haben, meist nicht hauptamtlich. Die Preise sollen nach derzeitiger Planung am 25. Oktober in Hannover von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht werden.

dpa/ckr