Silhouette von drei Personen auf dem Siegerpodest
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Deutsche Forschungsgemeinschaft
Diese zehn Forschenden erhalten 2026 einen Leibniz-Preis

Die DFG ehrt drei Frauen und sieben Männer mit dem wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland. Sie erhalten je 2,5 Millionen Euro Preisgeld.

11.12.2025

Die zehn Preisträgerinnen und Preisträger der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise 2026 wurden aus 144 Vorschlägen ausgewählt. Drei von ihnen kommen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, zwei aus den Lebenswissenschaften, drei aus den Naturwissenschaften sowie zwei aus den Ingenieurwissenschaften, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Donnerstag mitteilt. Die Ausgezeichneten erhalten jeweils ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro, das sie bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre Forschungsarbeit verwenden können.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026 sind:

  • Professor Klaus Blaum, Experimentelle Physik, Max-Planck-Institut für Kernphysik, Heidelberg  
     
  • Professor Christian Doeller, Biologische Psychologie, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig  
     
  • Professor Christian Hasse, Energieverfahrenstechnik, TU Darmstadt  
     
  • Professor Johannes Krause, Archäogenetik, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig  
     
  • Professorin Julia Mahamid, Strukturbiologie, European Molecular Biology Laboratory (EMBL), Heidelberg  
     
  • Professor Klaus-Robert Müller, Maschinelles Lernen, TU Berlin  
     
  • Professor Frank Pollmann, Theoretische Physik der kondensierten Materie, TU München  
     
  • Professor Armido Studer, Organische Molekülchemie, Universität Münster  
     
  • Professorin Barbara Vetter, Theoretische Philosophie, FU Berlin  
     
  • Professorin Cornelia Zumbusch, Neuere deutsche Literatur, Universität Hamburg   

Die bisher vergebenen Leibniz-Preise in Zahlen

Die Leibniz-Preise werden seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Pro Jahr können bis zu zehn Preise verliehen werden. Bislang wurden laut Mitteilung 438 Leibniz-Preise vergeben. Davon gingen 139 in die Naturwissenschaften, 128 in die Lebenswissenschaften, 104 in die Geistes- und Sozialwissenschaften und 67 in die Ingenieurwissenschaften. Da Preis und Preisgeld in Ausnahmefällen geteilt wurden, ist die Zahl der Ausgezeichneten höher als die der Preise. Die Übergabe der Preise findet am 18. März 2026 in Berlin statt.

Insgesamt haben bislang 465 Nominierte den Preis erhalten, darunter 384 Wissenschaftler und 81 Wissenschaftlerinnen. Zwei Leibniz-Preisträgerinnen und zehn Leibniz-Preisträger haben nach ihrer Auszeichnung auch einen Nobelpreis erhalten: Die letzten drei von ihnen waren Professor Benjamin List, Professor Svante Pääbo und Professor Ferenc Krausz.

cpy