Aufsteller der Einstein Stiftung in Berlin
picture alliance / Moritz Vennemann | Moritz Vennemann

Auszeichnung
Einstein Foundation Awards 2025 verliehen

Der Preis würdigt die Verbesserung der Qualität und Robustheit wissenschaftlicher Ergebnisse. Er ist mit 350.000 Euro dotiert.

27.11.2025

Die diesjährigen Preistragenden kommen aus Australien, Brasilien und Deutschland: Am Dienstag wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des "Einstein Foundation Award for Promoting Quality in Research 2025" bekanntgegeben.

Professorin Simire Vazire Yoel Inbar

Mit dem Individual Award ausgezeichnet wurde Simine Vazire, Psychologieprofessorin an der University of Melbourne und Chefredakteurin von "Psychological Science". Vazire setze sich für die methodische Qualität und Reproduzierbarkeit von psychologischer Forschung ein und habe die Initiative "Society for the Improvement of Psychological Science" entscheidend geprägt.

Der Institutional Award geht an die "Brazilian Reproducibility Initiative", eine landesweite Initiative zur systematischen Bewertung von Forschungsergebnissen in der Laborbiologie. Das weltweit größte koordinierte Replikationsprojekt verweise auf das Potential nationaler Maßnahmen zur Verbesserung von Forschungsqualität.

Einsatz für Transparenz und wissenschaftliche Sorgfalt

Den Early Career Award erhält Bioinformatiker Dr. Maximilian Sprang vom Universitätsklinikum Mainz für sein Projekt "Erring Rigorously", das auf die Reproduzierbarkeit und Datenzuverlässigkeit in der funktionellen Genomik abzielt.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Professor Martin Rennert, hob die Bedeutung des Einstein Foundation Award hervor: "In den vergangenen Jahren hat der Preis zunehmend Wirkung entfaltet – sei es durch die Anhebung von Publikationsstandards oder die Identifikation und Reduktion von systematischen Fehlern in Forschungspraktiken." Eine Würdigung des Einsatzes für Transparenz und wissenschaftliche Sorgfalt sei angesichts des rasanten technologischen Wandels und anhaltender Herausforderungen für die Forschungsqualität wichtiger denn je.

Dr. Maximilian Sprang privat

Der Einstein Foundation Award ist mit insgesamt 350.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen. Er würdigt Forschende und Institutionen, die mit ihrer Arbeit Qualität und Robustheit wissenschaftlicher Ergebnisse verbessern. Die Einstein Stiftung vergibt den Preis gemeinsam mit dem QUEST Center for Responsible Research am Berlin Institute of Health (BIH) der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Auswahl trifft eine Jury aus renommierten internationalen Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen.

hes